24 Stunden im Ausnahmezustand: 64 Einsätze für Iserlohner Rettungskräfte
Marie Wolf24 Stunden im Ausnahmezustand: 64 Einsätze für Iserlohner Rettungskräfte
Die Rettungskräfte in Iserlohn hatten von Freitagmorgen bis Samstag eine hektische 24-Stunden-Schicht. Zwischen 7:30 Uhr am Freitag und derselben Zeit am nächsten Tag rückten die Einsatzkräfte zu 64 Einsätzen aus. Die Vorfälle reichten von Bränden und Unfällen bis hin zu medizinischen Notfällen in der gesamten Region.
Eines der schwerwiegendsten Ereignisse ereignete sich in einer Gerberei in Sümmern, wo innerhalb weniger Stunden zwei separate Brände ausbrachen. Zwei Mitarbeiter erlitten leichte Verletzungen, und die Ursachenermittlung läuft derzeit.
Die Schicht begann früh, als die Feuerwehr um 10:15 Uhr zu einem gefährlichen Baum in der Nähe einer Straße gerufen wurde. Die Einsatzkräfte sicherten die Stelle, um eine Behinderung des Verkehrs zu verhindern. Weniger als anderthalb Stunden später lenkte ein Fehlalarm in der Matthias-Grote-Halle kurzfristig Ressourcen ab, ohne dass ein Eingreifen nötig war.
Der erste größere Einsatz erfolgte um 13:25 Uhr, als in der Abgasanlage der Gerberei in Sümmern ein Feuer ausbrach. Feuerwehrleute aus Iserlohn und der örtlichen Einheit Sümmern brachten die Flammen schnell unter Kontrolle. Eine Brandwache blieb vor Ort, um mögliche Wiederentflammungen zu überwachen.
Bevor sich die Lage vollständig stabilisieren konnte, traf gegen 15:30 Uhr ein zweiter, schwerwiegenderer Vorfall dieselbe Gerberei: Eine Explosion löste einen weiteren Brand aus, bei dem diesmal ein Schornstein einzustürzen drohte. Zwei Angestellte erlitten leichte Verletzungen und wurden vor Ort versorgt. Die Rettungskräfte leiteten eine Großoperation ein, an der die Berufsfeuerwehr, freiwillige Einheiten, Rettungssanitäter und der Rettungshubschrauber Christoph 8 beteiligt waren. Das Feuer konnte schließlich unter Kontrolle gebracht werden, doch die Instabilität des Schornsteins erforderte weiterhin Vorsichtsmaßnahmen.
Später am Tag wurden die Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall auf einer nahegelegenen Autobahn gerufen. Zudem löschten sie ein Feuer in einer Toilette auf einer Baustelle. Die Polizei kündigte an, die Ursachen der beiden Gerberei-Brände zu untersuchen.
Bis zum Ende des 24-Stunden-Zeitraums hatten die Rettungskräfte insgesamt 64 Einsätze bewältigt. Die Brände in der Gerberei in Sümmern führten zu leichten Verletzungen und strukturellen Schäden, was eine polizeiliche Untersuchung nach sich zog. Feuerwehrleute, Sanitäter und freiwillige Helfer arbeiteten Hand in Hand, um jeden Einsatz zu meistern – von gefährlichen Bäumen bis hin zu Industriebränden.






