Agostea-Kultclub lebt in skurrilen Auktionen und Erinnerungen weiter
Die legendäre Diskothek Agostea in Koblenz verblasst zur Erinnerung – doch ihr Erbe lebt in einer Reihe von Auktionen weiter. Nun erhalten Fans und Sammler eine zweite Chance, sich ein Stück des Kultclubs zu sichern: Noch bis zum 13. Mai können Gebote abgegeben werden. Von skurrilen Maschinen bis zu nostalgischem Inventar stehen über 100 Objekte zur Versteigerung.
Die erste Auktion Ende März stieß auf großes Interesse in ganz Europa. Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz boten um ungewöhnliche Stücke mit – darunter eine Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine. Ein Käufer, ein Ingenieur aus Zürich, reiste sogar extra nach Koblenz, um seine Erwerbung abzuholen – nur um festzustellen, dass er die deutsche Stadt mit ihrem Schweizer Namensvetter verwechselt hatte.
Viele Gegenstände aus dem Club bleiben in der Region. Lokale Unternehmen sicherten sich Andenken, um das kulturelle Erbe der Agostea in der Stadt zu bewahren. Die zweite Auktion bietet noch kuriosere Exponate: eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und sogar eine Massageliege.
Unterdessen ist die Zukunft des leeren Agostea-Gebäudes weiterhin ungewiss. Es gibt Überlegungen, die Räumlichkeiten neu zu nutzen – ein gastronomisches Konzept steht im Raum. Doch über das genaue Format oder einen möglichen Betreiber wurde noch nicht entschieden.
Die aktuelle Auktion gibt Fans eine letzte Gelegenheit, sich ein Stück Agostea-Geschichte zu sichern. Mit dem Ende der Gebotsabgabe am 13. Mai werden die physischen Überreste des Clubs bald in privaten Sammlungen und lokalen Betrieben verstreut sein. Der Standort selbst wartet derweil auf eine neue Bestimmung – auch wenn noch nichts in Stein gemeißelt ist.






