13 April 2026, 12:05

Antimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Polizeieinsätzen

Polizeibeamte in schwarzen Uniformen und Masken stehen vor einer Menge während einer Demonstration, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund.

Antimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn mit Polizeieinsätzen

Antimilitaristische Proteste eskalieren in Köln und Bonn

Am 29. August weiteten sich antimilitaristische Proteste in Köln und Bonn aus, wobei Demonstranten politische Einrichtungen und Rüstungsunternehmen ins Visier nahmen. Die Unruhen begannen bereits am frühen Morgen, als Aktivisten das Kölner SPD-Parteibüro besetzten, was zu einem Polizeieinsatz führte. Im Laufe des Tages kam es zu weiteren Auseinandersetzungen vor zwei großen Rüstungskonzernen.

Der erste Vorfall ereignete sich gegen 10 Uhr in der Magnusstraße im Kölner Zentrum. Eine Gruppe von etwa 20 Personen drang gewaltsam in die SPD-Geschäftsstelle ein und weigerte sich zu gehen, woraufhin Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet wurde. Die Polizei rückte kurz darauf an und räumte das Gebäude. Drei Protestierende leisteten Widerstand und wurden vorläufig festgenommen, bevor sie wieder freigelassen wurden.

Weniger als eine Stunde später, um 10:40 Uhr, versammelten sich über 200 Demonstranten vor dem Firmensitz von Deutz AG an der Dillenburger Straße. Mit antimilitaristischen Parolen versuchten sie, den Zugang zu blockieren. Die Polizei forderte die Menge auf, Masken abzunehmen, eine Sprecherin oder einen Sprecher zu benennen und das Gelände zu räumen. Da die Protestierenden den Anweisungen nicht nachkamen, löste die Polizei die Versammlung auf. Keiner der Beteiligten gab sich als Organisator zu erkennen; später bestiegen sie einen Zug in Richtung Köln.

Die Proteste setzten sich in Bonn-Beuel fort: Gegen 13:50 Uhr trafen sich etwa 30 bis 40 teilweise vermummte Personen vor der Rheinmetall-Niederlassung an der Pützchens Chaussee. Die Kundgebung war Teil einer Reihe antimilitaristischer Aktionen, die seit Beginn der Woche in Köln stattfinden – vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatten über die deutsche Rüstungsproduktion.

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Die Polizei konnte alle drei Standorte erfolgreich räumen, wobei es bei der Besetzung des SPD-Büros zu kleineren Zusammenstößen kam. Die Proteste spiegeln den wachsenden Widerstand gegen die deutsche Rüstungsindustrie wider, wobei sowohl politische als auch wirtschaftliche Ziele angegriffen werden. Bei den Vorfällen gab es keine schweren Verletzungen.

Quelle