Audi stellt bis 2026 komplett auf Elektroautos um – und revolutioniert die Produktion
Sebastian HuberAudi stellt bis 2026 komplett auf Elektroautos um – und revolutioniert die Produktion
Audi hat ehrgeizige Pläne zur drastischen Reduzierung seiner Emissionen in allen Unternehmensbereichen vorgestellt. Der Automobilhersteller wird bis 2026 vollständig auf rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEV) umstellen. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenden Initiative, um die Umweltbelastung in jeder Phase der Produktion und Nutzung zu verringern.
Die Automobilbranche ist für rund 10 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich, wobei der Audi-Mutterkonzern VW Group etwa 1 % davon ausmacht. Aktuell entfallen nur 2 % der gesamten Umweltbelastung eines Fahrzeugs über seinen Lebenszyklus auf den Transport – doch dieser Anteil wird voraussichtlich steigen, je mehr BEVs auf den Markt kommen.
Audi strebt an, die CO₂-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus seiner Fahrzeuge bis 2025 um 30 % zu senken. Um dies zu erreichen, führt das Unternehmen ein geschlossenes Aluminium-Recycling ein und setzt auf eine emissionsarme Batterieproduktion. Zudem werden ausgediente BEVs recycelt, um wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen.
Auch in den Werken läuft die Umstellung auf nachhaltigere Prozesse bereits. Audi hat Solaranlagen auf den Dächern installiert und Systeme zur Wiederverwendung von Abwasser eingeführt. Zudem konnte der Kunststoffverbrauch für Verpackungen um 500 Tonnen pro Jahr reduziert werden. Darüber hinaus plant das Unternehmen, die Batterielieferungen an seine Standorte durch vermehrten Einsatz der Schiene CO₂-neutral zu gestalten.
Langfristig will Audi entlang der gesamten Wertschöpfungskette CO₂-neutral werden. Die Umstellung auf BEVs und umweltfreundlichere Produktionsmethoden markiert einen wichtigen Schritt in diese Richtung. Die Maßnahmen sollen die Emissionen von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung der Fahrzeuge deutlich verringern.
