Berliner Staatsoper 2026/27: Sechs Neuinszenierungen und Thielemanns globaler Dirigierstil
Emil SchmittWas die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Berliner Staatsoper 2026/27: Sechs Neuinszenierungen und Thielemanns globaler Dirigierstil
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden präsentiert ambitioniertes Programm für die Spielzeit 2026/27
Die Berliner Staatsoper Unter den Linden hat ein ehrgeiziges Programm für die Spielzeit 2026/27 vorgestellt. Sechs Neuinszenierungen werden uraufgeführt, darunter ausschließlich Werke von Komponisten, die vor 1900 tätig waren. Die Saison markiert zudem das dritte Amtsjahr von Christian Thielemann als Generalmusikdirektor – mit internationalen Gastspielen und hochkarätigen Aufführungen.
Das kommende Programm vereint klassische Opernhighlights wie Mozarts Die Entführung aus dem Serail und Le nozze di Figaro (unter dem deutschen Titel Die Hochzeit des Figaro), Verdis Rigoletto sowie Saint-Saëns' Samson et Dalila. Im Mai 2027 steht Engelbert Humperdincks Königskinder im Mittelpunkt, dirigiert von Thielemann persönlich. Ergänzt wird das Repertoire durch Puccinis Manon Lescaut, Spontinis La Vestale und Glucks Orfeo ed Euridice.
Über Berlin hinaus gastiert das Ensemble in Shanghai und unternimmt Tourneen nach Japan und Taiwan. Beim Festival 2027 wird Beethovens Neunte Sinfonie aufgeführt – eine Hommage zum 200. Todestag des Komponisten. Intendantin Elisabeth Sobotka betonte die emotionale Kraft der Oper, auch angesichts finanzieller Herausforderungen.
Aktuell wurde die Debatte über die Relevanz der Oper neu entfacht, nachdem Schauspieler Timothée Chalamet seine Gedanken zu dieser Kunstform geäußert hatte. Daraufhin lud Thielemann ihn ein, eine Vorstellung von Tristan zu besuchen – ein Brückenschlag zwischen zeitgenössischem Interesse und klassischer Tradition.
Die Spielzeit 2026/27 der Staatsoper verbindet historisches Repertoire mit globaler Ausstrahlung. Von Berlin bis Asien soll das Programm das Publikum begeistern und Thielemanns künstlerische Führung würdigen. Die Aufnahme von Beethovens Neunter und Humperdincks Königskinder unterstreicht dabei den Anspruch des Hauses, Tradition und Innovation gleichermaßen zu pflegen.