Bundeswehr startet Großübung in Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Marie WolfBundeswehr startet Großübung in Mönchengladbach mit Drohnen und 80 Soldaten
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr leitet die einwöchige Übung auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen. Anwohner müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht.
Die Übung beginnt am 13. März 2026 und umfasst rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationsabläufen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Es kommen ausschließlich Platzpatronen zum Einsatz, sodass keine scharfe Munition verwendet wird.
Das ehemalige JHQ Rheindahlen, das seit Jahren ungenutzt ist, diente bereits mehrfach als Übungsgelände für militärische und zivile Einsätze. Die weitläufige Anlage, die 1954 als Hauptquartier der britischen Streitkräfte errichtet wurde, erstreckt sich über eine Fläche von etwa 660 Fußballfeldern. Zudem war sie jahrzehntelang Austragungsort des Internationalen Militärwettbewerbs Mönchengladbach, der seit über 40 Jahren stattfindet.
Neben Übungen der Bundeswehr nutzen auch Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams das Gelände regelmäßig für Trainingszwecke. Seit der Schließung im Jahr 2013 bleibt die Anlage ein aktiver Standort für verschiedene Übungen und Simulationen.
Die anstehende Übung ist ein weiteres Beispiel für die Nutzung der ehemaligen Rheindahlen-Kaserne als Großübungsplatz. Da keine scharfe Munition eingesetzt wird, liegt der Fokus auf der Verbesserung der operativen Zusammenarbeit. Die Bevölkerung wurde darüber informiert, dass eventuelle Lärmbelästigungen nur vorübergehend und harmlos sein werden.