Bundeswehr und Wirtschaft in NRW starten historische Zusammenarbeit für mehr Sicherheit
Sebastian HuberBundeswehr und Wirtschaft in NRW starten historische Zusammenarbeit für mehr Sicherheit
Erstmalige gemeinsame Sitzung in Nordrhein-Westfalen: Militär und Wirtschaft rücken enger zusammen
Bei einer kürzlichen Informationsveranstaltung in Nordrhein-Westfalen (NRW) trafen sich Führungskräfte aus Militär und Wirtschaft, um die Zusammenarbeit zu intensivieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Bundeswehr und die Privatwirtschaft künftig enger zusammenarbeiten können. Rund 30 Vertreter der Industrie- und Handelskammern (IHKs) NRWs sowie aus Landesministerien nahmen an dem ersten gemeinsamen Treffen in Düsseldorf teil.
Die Veranstaltung spiegelte den Wandel der deutschen Sicherheitspolitik wider, die seit dem russischen Angriff auf die Ukraine eine höhere Verteidigungsbereitschaft priorisiert. Diskutiert wurde der Einsatzplan Deutschland, der die Rolle der Bundeswehr beim Schutz kritischer Infrastrukturen und die Umsetzung des Deutschland-Hub-Konzepts skizziert.
Vertreter des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) sowie des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erläuterten die Bedarfe der Streitkräfte. Ziel der Präsentationen war es, den IHKs zu ermöglichen, Unternehmen, die an Rüstungsaufträgen interessiert sind, zielgenauer und schneller zu beraten.
Brigadegeneral Müller betonte die Bedeutung der Einbindung der Privatwirtschaft und bezeichnete die IHKs als „Schlüsselpartner in NRW“. Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer der IHK Nordrhein-Westfalen, pflichtete dem bei und unterstrich, dass eine funktionierende Wirtschaft für die Handlungsfähigkeit der Bundeswehr unverzichtbar sei. Zuverlässige Logistik, sichere Energieversorgung und flexible Beschaffung – nicht nur von Waffen – wurden als zentrale Faktoren für die Bewältigung moderner Sicherheitsherausforderungen genannt.
Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen pflegt seit Langem einen offenen Dialog mit der Wirtschaft. Die aktuelle Veranstaltung festigte diese Beziehungen und sorgte dafür, dass Unternehmen besser verstehen, wie sie die nationale Verteidigung unterstützen können.
Das Treffen markiert einen Schritt hin zu einer vertieften Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Unternehmen erhalten nun klarere Leitlinien, wie sie sich in Verteidigungsprojekte einbringen können. Künftig wird es darum gehen, eine widerstandsfähige Wirtschaft aufrechtzuerhalten, um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.






