17 June 2026, 17:04

Bürgergemeinschaft Solingen attackiert Lohnkürzungen im Städtischen Klinikum als "zynisch"

BfS: "Klinikum Solingen - Nehmt die Kritik des DGB ernst!"

Bürgergemeinschaft Solingen attackiert Lohnkürzungen im Städtischen Klinikum als "zynisch"

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat Pläne zur Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme des Solinger Städtischen Klinikums durch Lohnkürzungen scharf kritisiert. Die Initiative argumentiert, dass dieser Ansatz weder Fachkräfte halten noch neue gewinnen werde. Zudem verurteilte sie die Entscheidung der örtlichen Parteien, die Angelegenheit hinter verschlossenen Türen statt öffentlich zu beraten.

Die BfS lehnt die vorgeschlagene neue Gehaltsstruktur für die Krankenhausmitarbeitenden entschieden ab. Martin Bender, Sprecher der Gruppe, erklärte, sie führe zu prekären Arbeits- und Lebensbedingungen. Zudem widerspreche der Plan den Grundwerten der BfS.

Jan Salewski von der BfS betonte, dass eine derart weitreichende Entscheidung eine offene und transparente Debatte erfordere. Die Partei warf der CDU, der FDP und der SPD vor, die Interessen der Beschäftigten zu untergraben, indem sie die Diskussionen unter Ausschluss der Öffentlichkeit führten. Diese Parteien hätten damit die Verantwortung, sich für die Angestellten einzusetzen, der BfS und den Grünen überlassen, so der Vorwurf.

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Die BfS bezeichnete die Haltung der Klinikleitung als „zynisch anmutend“. Zwar betont das Krankenhaus, die Tarifbindung nicht aufgeben zu wollen, doch die neuen Entgelte seien laut BfS deutlich schlechter. Gleichzeitig wies die Gruppe darauf hin, dass Krankenhausfachkräfte in Deutschland systemrelevante Leistungen erbrächten, ihre Bezahlung jedoch in keinem Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Beitrag stehe.

Die BfS besteht darauf, dass Lohnkürzungen keine Lösung für die finanziellen Probleme des Klinikums seien. Stattdessen fordert sie faire Bezahlung und öffentliche Rechenschaftspflicht bei Entscheidungen, die die Beschäftigten betreffen. Die Kritik der Initiative setzt die lokalen Verantwortlichen unter Druck, ihre Strategie zu überdenken.

Quelle