24 April 2026, 20:08

Chlorgas-Austritt in Paderborn löst Großeinsatz der Feuerwehr aus

Feuerwehrleute in Schutzausrütstücken innerhalb eines Containers, einer hält ein Rohr, mit einem Feuerlöscher im Hintergrund.

Chlorgas-Austritt in Paderborn löst Großeinsatz der Feuerwehr aus

Chlorgas-Austritt in Logistikunternehmen in Paderborn-Elsen löst Großeinsatz aus

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Ein Austritt von Chlorgas in einem Logistikbetrieb im Paderborner Stadtteil Elsen führte am Dienstagmorgen zu einem großangelegten Einsatz der Rettungskräfte. Die Feuerwehr wurde um 07:33 Uhr alarmiert, nachdem Mitarbeiter über gereizte Augen und Halsschmerzen klagten. Das Ereignis machte die Evakuierung des Gebäudes und eine dreistündige Sicherungsaktion notwendig.

Ausgelöst wurde der Alarm, als Beschäftigte im Logistikzentrum Atemnot und brennende Augen verspürten. Feuerwehreinheiten aus mehreren Wachen rückten umgehend mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen an – darunter Einsatzleitwagen, Rettungsfahrzeuge und ein Notarztwagen.

Wie die Ermittler feststellten, ging die Gefahr von einer Lieferung mit Chlortabletten für Schwimmbäder aus. Durch beschädigte Verpackungen war eine chemische Reaktion in Gang gekommen, bei der geringe Mengen Chlorgas freigesetzt wurden. Die Feuerwehr durchsuchte daraufhin die Pakete, insbesondere solche mit Gefahrgutkennzeichnung.

Der betroffene Hallenbereich wurde abgesperrt, die Mitarbeiter vor Ort von Rettungssanitätern untersucht. Eine Frau musste zur weiteren Behandlung in ein Paderborner Krankenhaus gebracht werden. Unterdessen wurde die gefährliche Lieferung sichergestellt, und leistungsstarke Lüftungsgeräte entfernten letzte Gasreste aus dem Gebäude.

Insgesamt waren 35 Einsatzkräfte an der Aktion beteiligt, die gegen 10:30 Uhr beendet werden konnte, nachdem die Lage als sicher eingestuft worden war.

Der Vorfall endete ohne weitere Verletzte, allerdings blieb eine Person in medizinischer Beobachtung. Nach ausgiebiger Belüftung und Sicherheitskontrollen nahm der Logistikbetrieb seinen Normalbetrieb wieder auf. Die Behörden bestätigten, dass der Chloraustritt vollständig unter Kontrolle gebracht worden sei.

Quelle