17 June 2026, 19:26

Diakonie warnt vor drastischen Kürzungen durch Finanznot und steigende Kosten

Protestantische Kirche betont: 'Als Christen sollten wir uns für Israel einsetzen!'

Diakonie warnt vor drastischen Kürzungen durch Finanznot und steigende Kosten

Superintendentin Dr. Ilka Werner hat auf die schweren Herausforderungen hingewiesen, vor denen der soziale Wohlfahrtszweig der Evangelischen Kirche, die Diakonie, steht. Sie bezeichnete die Lage als „ziefst beunruhigend“ – bedingt durch steigende Kosten und unzureichende staatliche Unterstützung. In ihrem Jahresbericht ging sie zudem auf den wachsenden Antisemitismus und die Notwendigkeit der Solidarität mit Israel ein.

Werner warnte, dass Wohlfahrtsorganisationen ohne weitere finanzielle Entlastung bald gezwungen sein könnten, ihre Leistungen einzuschränken. Explodierende Personalkosten und zu geringe staatliche Zuschüsse belasten die Ressourcen stark. Der Haushalt 2024 weist bereits ein beträchtliches Defizit aus, verursacht durch sinkende Kirchensteuereinnahmen und deutliche Lohnerhöhungen im Rahmen der Tarifverträge.

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Im Kirchenkreis wird erwartet, dass die Zahl der Pfarrstellen bis 2030 von 19 auf nur noch 12 reduziert wird. Die finanzielle Handlungsfähigkeit soll zudem auf zwei Drittel des bisherigen Niveaus sinken. Trotz dieser Belastungen betonte Werner die Bedeutung von Demut und einer klaren Haltung gegen Antisemitismus.

In ihrem Bericht bezeichnete sie den Anstieg antisemitischer Vorfälle als „unertraglich“ und rief die evangelischen Gemeinden dazu auf, sich an die Seite Israels zu stellen. Sie verwies dabei auf die Verfassung der Evangelischen Kirche im Rheinland, die Gottes bleibenden Bund mit Israel bekräftigt. Die Synode verabschiedete zudem eine neue Satzung für das Diakonische Werk, die der Einrichtung mehr Autonomie für schnellere Entscheidungen einräumt.

Die Kirche steht damit vor finanziellen Engpässen und einem schrumpfenden Personalbestand. Werners Appell zu Solidarität mit Israel und entschlossenem Handeln gegen Antisemitismus bleibt jedoch eine Priorität. Die neue Satzung soll dem Diakonischen Werk helfen, flexibler auf die anhaltenden Herausforderungen zu reagieren.

Quelle