26 April 2026, 12:05

Dodge-Roll-Designer kritisiert moderne Roguelikes als "Glücksspiel mit Fortschrittsbalken"

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Dodge-Roll-Designer kritisiert moderne Roguelikes als "Glücksspiel mit Fortschrittsbalken"

Dodge-Roll-Designer Dave Crooks äußert Kritik am aktuellen Zustand des Roguelike-Genres

Dave Crooks, Designer bei Dodge Roll, hat Bedenken hinsichtlich der gegenwärtigen Entwicklung des Roguelike-Genres geäußert. Sein Vorwurf: Viele aktuelle Titel setzten zu stark auf fortschrittsbasierte Mechaniken nach Art von Glücksspielsystemen, statt auf das eigentliche Gameplay. Die Äußerungen fallen mit dem zehnten Jubiläum von Enter the Gungeon zusammen – einem Spiel, das maßgeblich die modernen Action-Roguelikes geprägt hat.

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Enter the Gungeon erschien vor einem Jahrzehnt und verkaufte sich seitdem über 14 Millionen Mal. Das Spiel verband atemberaubende Bullet-Hell-Kämpfe mit Roguelike-Elementen und setzte damit neue Maßstäbe für das Genre. Aktuell arbeitet Dodge Roll an Enter the Gungeon 2, das das bewährte, schnelle Gameplay beibehalten, aber auf einen 3D-Artstyle umsteigen wird.

Crooks kritisierte Titel wie Vampire Survivors und Balatro dafür, sich zu sehr auf fortschrittsorientierte Spielereien zu stützen. Als Beispiel für ein Spiel, das den Kern des Roguelike-Genres verfälsche, nannte er Minos. Stattdessen lobte er Caves of Qud als authentischeres Erlebnis, das näher an den traditionellen Wurzeln des Genres bleibe.

Die Sorgen des Designers spiegeln eine grundsätzliche Debatte über die Zukunft des Genres wider. Viele moderne Roguelikes setzen zunehmend auf Mechaniken, die durch Belohnungssysteme repetitives Spielen fördern – statt auf herausfordernde, fähigkeitsbasierte Spielinhalte. Crooks warnt, dass diese Entwicklung die eigentliche Faszination des Genres verwässern könnte.

Dodge Rolls nächstes Projekt bleibt dem ursprünglichen Enter the Gungeon-Konzept treu: Der Nachfolger wird die charakteristische Mischung aus Roguelike-Struktur und Bullet-Hell-Action beibehalten. Gleichzeitig unterstreicht Crooks' Kritik eine wachsende Diskussion darüber, wie weit sich das Genre mittlerweile von seinen Ursprüngen entfernt hat.

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