13 March 2026, 02:04

Dormagen feiert 50 Jahre Stadtverwaltung mit starker Bürgerbeteiligung als Schlüssel zum Erfolg

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Stadtansicht-Illustration, das von Gebäuden, Bäumen und Menschen umgeben ist und von begleitendem Text.

Dormagen feiert 50 Jahre Stadtverwaltung mit starker Bürgerbeteiligung als Schlüssel zum Erfolg

Dormagen feiert 50 Jahre Stadtverwaltung – Bürgerbeteiligung als Erfolgsrezept

Dormagen begeht das 50-jährige Jubiläum seiner Stadtverwaltung mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der Bürgerbeteiligung bei der Gestaltung lokaler Projekte. Im Laufe der Jahre sind Initiativen wie Lastenfahrräder oder Willkommensschilder in den Stadtteilen dank des Bürgerhaushalts entstanden. Trotz jüngster Haushaltskürzungen bleibt die Verwaltung entschlossen, die Mitsprache der Bevölkerung weiter auszubauen.

Die Stadt hat verschiedene Kanäle geschaffen, über die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen einbringen können. Plattformen wie der Dormagener Mängelmelder oder die Website sag's uns ermöglichen es, Probleme zu melden oder Ideen vorzuschlagen. Zwar liegen noch keine konkreten Ergebnisse aus sag's uns vor, doch andere Formate haben bereits greifbare Erfolge gebracht. So führten etwa die World-Café-Diskussionen zum Waldorf-Bus, einem Mobilitätsangebot, das heute Senioren in Straberg unterstützt.

Um alle Altersgruppen zu erreichen, setzt Dormagen auf eine Mischung aus persönlichen Kontakten, Bürgerbüros und digitalen Tools. Zudem gibt es gezielte Programme wie einen Seniorenbeirat, einen Integrationsrat und Open-Data-Plattformen. Auch Kindern und Jugendlichen werden eigene Beteiligungsmöglichkeiten geboten – so soll die Einbindung über alle Generationen hinweg gelingen.

Bürgermeister Erik Lierenfeld hat zugesagt, die Verbindung zwischen Bürgerfeedback und politischen Entscheidungen zu stärken. Allerdings musste der Bürgerhaushalt aufgrund finanzieller Engpässe seit 2024 pausieren. Sobald die Mittel es zulassen, soll das Programm jedoch wiederaufleben. Das Ziel bleibt klar: mehr Transparenz und Mitgestaltung in jedem Stadtteil.

Die Stadtspitze betont, dass Bürgerbeteiligung für die Stadtplanung und zukünftige Entwicklung unverzichtbar ist. Durch lokale Projekte und offene Dialoge sollen die Einwohnerinnen und Einwohner auch künftig im Mittelpunkt von Dormagens Wachstum stehen.

Die vorübergehende Aussetzung des Bürgerhaushalts spiegelt zwar die aktuellen finanziellen Grenzen wider, doch das langfristige Bekenntnis zur Bürgerbeteiligung bleibt bestehen. Mit bestehenden Instrumenten wie dem Mängelmelder und quartiersbezogenen Initiativen baut Dormagen weiterhin ein System auf, in dem Anwohner lokale Entscheidungen mitprägen können. Nun gilt es für die Verwaltung, die Haushaltsrealitäten mit dem Wunsch nach inklusiver Teilhabe in Einklang zu bringen.

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