Dortmunder Polizei startet Kampagne gegen riskante E-Scooter-Fahrten
Sebastian HuberDortmunder Polizei startet Kampagne gegen riskante E-Scooter-Fahrten
Die Polizei in Dortmund hat eine neue Kampagne gestartet, um die steigende Zahl von E-Scooter-Unfällen einzudämmen. Unter dem Namen "E-Scooter-Fails" richtet sich die Initiative gegen riskantes Verhalten von Fahrenden – insbesondere junger Menschen. In den nächsten zwei Wochen werden auf dem Instagram-Kanal der Behörde Videoaufnahmen realer Vorfälle geteilt, um auf die Gefahren aufmerksam zu machen.
Die Aktion folgt einem deutlichen Anstieg von Verletzungen im Zusammenhang mit E-Scootern. Allein in Dortmund wurden 2024 bereits 123 Unfälle registriert – ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bundesweit verzeichnete Deutschland 2023 insgesamt 8.425 Unfälle mit Personenschaden, wobei einige Berichte von rund 9.400 Vorfällen insgesamt ausgehen.
Zu den häufigsten Risiken zählt das Fahren ohne Helm, was bei Stürzen schwere Kopfverletzungen zur Folge haben kann. Leichtsinniges Verhalten wie Rasen, Missachtung der Verkehrsregeln oder falsches Abstellen gefährdet zudem sowohl die Fahrenden als auch Fußgänger:innen. Auch das Mitfahren zu zweit – obwohl die Scooter nur für eine Person ausgelegt sind – erhöht das Risiko, die Kontrolle zu verlieren, während Geisterfahren auf Radwegen oder Gehwegen zu Kollisionen führt.
Alkohol verschärft das Problem zusätzlich. Durch verlangsamte Reaktionszeiten steigt die Sturzgefahr, was sowohl die Fahrenden als auch andere Verkehrsteilnehmende in Gefahr bringt. Die im Rahmen von Polizeistreifen gedrehten Videos der Kampagne sollen diese Gefahren eindrücklich veranschaulichen.
Ziel der "E-Scooter-Fails"-Kampagne ist es, durch die Förderung sicherer Fahrgewohnheiten die Unfallzahlen zu senken. Indem die Dortmunder Polizei echte Unfallaufnahmen teilt, will sie das Bewusstsein für die geltenden Regeln schärfen. Im Mittelpunkt steht dabei, Verletzungen zu verringern und die Verkehrssicherheit für alle zu verbessern.






