12 March 2026, 22:03

Düren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands 1953 mit bewegender Zeremonie

Ein gerahmtes Plakat zum 70. Jahrestag des Kaiser-Huldigungsfests in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen in der Mitte, umgeben von Text und Zahlen.

Düren gedenkt der Opfer des DDR-Aufstands 1953 mit bewegender Zeremonie

Gedenkveranstaltung in Düren ehrt Opfer des DDR-Aufstands von 1953

Am 2. Oktober 2025 fand in Düren eine Gedenkfeier für die Opfer des Volksaufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR statt. Die Veranstaltung, die kurz vor dem 35. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung stattfand, brachte Schülerinnen und Schüler, lokale Amtsträger sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Epoche zusammen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erinnerten an die gewaltsame Niederschlagung der Proteste und das Erbe der deutschen Teilung.

Die Feier markierte den 72. Jahrestag des Aufstands in der DDR, als sowjetische und staatliche Kräfte die Demonstrationen blutig niederschlugen und dabei über 50 Menschen töteten. Unter dem diesjährigen Motto "35 Jahre deutsche Einheit – Sind wir angekommen?" wurde der sonst im Juni begangene Gedenktag ausnahmsweise auf den Oktober verlegt.

Schülerinnen und Schüler der St.-Angela-Schule trugen Pappplakate mit Parolen aus den Protesten von 1989, die zum Fall der Berliner Mauer führten. Ihr Engagement wurde von Heiko Hendriks, dem Beauftragten der Landesregierung, gewürdigt, der sich bei den Jugendlichen und Lehrkräften für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema bedankte.

Felix Heinz Holtschke, Landesvorsitzender des Verbands der Opfer des Stalinismus (VOS), berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen im Alltag der DDR und den Herausforderungen der Wiedervereinigung. Seine Schilderungen machten die Schwierigkeiten deutlich, mit denen die Menschen dieser Zeit konfrontiert waren.

Auch Bürgermeister Frank Peter Ullrich sprach und betonte die Bedeutung der Erinnerung an den 17. Juni sowie die Verteidigung grundlegender Rechte. An der Veranstaltung nahmen Gemeinderatsmitglieder, Vertreter des VOS und Schülerinnen und Schüler teil, die gemeinsam derer gedachten, die sich 1953 gegen die Unterdrückung auflehnten.

Die Gedenkfeier diente als Mahnung an die brutale Niederschlagung des Aufstands von 1953 und den langen Weg zur deutschen Einheit. Durch die Einbindung jüngerer Generationen sorgten die Organisatoren dafür, dass die Lehren der Vergangenheit auch heute noch relevant bleiben. Gleichzeitig regte die Veranstaltung dazu an, über den Fortschritt Deutschlands seit 1990 nachzudenken.

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