Evonik dämpft Gewinnprognose: Warum die Chemieaktie unter Druck gerät
Lara KellerEvonik dämpft Gewinnprognose: Warum die Chemieaktie unter Druck gerät
Evonik senkt Gewinnprognose für das dritte Quartal 2025 – Schwächelnde Weltwirtschaft belastet den Chemiekonzern
Evonik hat seine Gewinnprognose für das dritte Quartal 2025 nach unten korrigiert und signalisiert damit anhaltende Schwierigkeiten in einer schwachen globalen Konjunktur. Das Chemieunternehmen erwartet nun ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) zwischen 420 und 460 Millionen Euro – deutlich unter den bisherigen Markterwartungen. Trotz dieser Rückgänge haben kürzlich zwei Führungskräfte des Unternehmens privat Aktien des Konzerns erworben.
Wie aus dem jüngsten Quartalsbericht hervorgeht, den Evonik am 4. März 2026 veröffentlichte, belief sich der Umsatz im vierten Quartal 2025 auf 3,40 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 5,45 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein bereinigtes Betriebsergebnis von rund 500 Millionen Euro für das Quartal prognostiziert. Doch Evonik verblieb deutlich darunter – im Vorquartal hatte das Unternehmen noch 577 Millionen Euro ausgewiesen.
Im vergangenen Jahr ist der Aktienkurs von Evonik stark gefallen. Von einem Höchststand von 22,32 Euro im März 2025 notiert die Aktie nun bei etwa 15,87 Euro – ein Minus von rund 29 Prozent. Branchenweite Belastungen, darunter gestiegene Energiepreise in Folge der Konflikte im Nahen Osten, setzen Chemieunternehmen wie Evonik weiterhin zu.
Doch zwei hochrangige Insider haben durch Aktienkäufe Vertrauen signalisiert: Claudine Mollenkopf, Mitglied des Vorstands, erwarb im März 6.500 Aktien im Wert von 95.875 Euro. Bereits im April 2025 hatte sie 5.000 Aktien gekauft, im August folgten weitere 6.000. Auch Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand des Unternehmens, hatte im vergangenen August 2.999 Aktien erworben.
Die Finanzpublikation DER AKTIONÄR rät Anlegern derzeit zur Zurückhaltung. Man solle abwarten, bis sich die Geschäftsperspektiven von Evonik und die Charttechnik klarer erholen.
Die nach unten korrigierte Prognose spiegelt die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen wider, während der Aktienkurs weiter nachgibt. Zwar könnten die jüngsten Insider-Käufe auf internes Vertrauen hindeuten, doch bleiben Analysten vorsichtig. Die nächsten Schritte des Unternehmens dürften davon abhängen, ob sich die Marktbedingungen und die operative Performance verbessern.






