FDP nach Debakel in Baden-Württemberg: Strack-Zimmermann sucht Verbündete für Parteiführung
Lara KellerFDP nach Debakel in Baden-Württemberg: Strack-Zimmermann sucht Verbündete für Parteiführung
Nach einer schweren Niederlage in Baden-Württemberg steht die FDP vor internen Diskussionen über ihre zukünftige Führung. Die Partei verlor alle 18 Mandate im Landtag und stürzte von 10,5 Prozent im Jahr 2021 auf nur noch 4,4 Prozent im Jahr 2026 ab. Nun erwägt die Spitzenpolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann eine gemeinsame Kandidatur für den Parteivorsitz mit einem Kollegen.
Strack-Zimmermann hatte zunächst ein Führungsduo mit Wolfgang Kubicki, dem stellvertretenden FDP-Vorsitzenden, vorgeschlagen. Sie bezeichnete ihn als klare Kante zeigenden, erfahrenen Politiker, der eine breite Wählerschaft anspreche. Die beiden sprachen kurz nach der Wahl in Baden-Württemberg über die Idee, doch Kubicki lehnte ab.
Ungeschoren davon gibt Strack-Zimmermann nun Henning Höne, einen weiteren stellvertretenden Vorsitzenden, als möglichen Partner ins Spiel. Sie schätzt ihn als politisch erfahren und gut geeignet ein, um das Vertrauen in die Partei wieder aufzubauen. Zudem sei seine Generation entscheidend für die langfristige Ausrichtung der FDP, so ihre Überzeugung.
Das Ergebnis in Baden-Württemberg markiert das erste Mal, dass die FDP den Einzug in den Landtag verpasste – ein drastischer Rückgang um 6,1 Prozentpunkte. Zwar sind die Daten zu anderen Landeswahlen noch unklar, doch der Verlust erhöht den Druck auf die Partei, ihre Führungsstrategie zu überdenken.
Strack-Zimmermann bleibt offen für eine gemeinsame Spitzenkandidatur, sei es mit Kubicki oder Höne. Gerüchte über persönliche Spannungen mit Kubicki weist sie zurück und betont, eine Zusammenarbeit sei möglich. Die Partei steht nun vor der Herausforderung, nach dem schlechtesten Ergebnis seit Jahrzehnten das Vertrauen der Wähler zurückzugewinnen.






