Freie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieherausbildung gegen Fachkräftemangel
Sebastian HuberFreie Wähler NRW fordern radikale Reform der Erzieherausbildung gegen Fachkräftemangel
Die Freien Wähler Nordrhein-Westfalen (FREIE WÄHLER NRW) fordern umfassende Reformen in der Erzieherausbildung. Die Vereinigung setzt sich dafür ein, schulbasierte Ausbildungsgänge durch praxisorientierte Alternativen zu ersetzen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Qualität in der Betreuung zu steigern.
Die FREIE WÄHLER NRW streben eine bundesweite Ausweitung der praxisintegrierten Ausbildung für Erzieher:innen und staatlich anerkannte Sozialpädagog:innen an. Gleichzeitig fordern sie die Abschaffung theorielastiger schulischer Ausbildungsformen, da diese die angehenden Fachkräfte nach Ansicht der Vereinigung unzureichend auf die Anforderungen der Praxis vorbereiten.
Vorgeschlagen wird zudem eine verbindliche Mindestausbildungsquote von 25 Prozent für Kindertageseinrichtungen, die an qualifiziertes Personal geknüpft sein soll. Darüber hinaus soll das Betreuungsschlüssel – also das Verhältnis von Kindern zu Fachkräften – deutlich gesenkt werden, um wissenschaftlich empfohlene Standards zu erfüllen.
Um die Ausbildungskapazitäten zu erhöhen, plädiert die Vereinigung für mehr Studienplätze an öffentlichen und privaten Fachhochschulen für Sozialpädagogik. Zudem soll der Studiengang „Kindheitspädagogik“ verpflichtend als vergütetes duales Studium angeboten werden. Leistungsorientierte Bezahlung wird als zentraler Hebel genannt, um die Berufsausbildung attraktiver zu gestalten.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Zahl qualifizierter Fachkräfte zu steigern und die Arbeitsbedingungen in der frühkindlichen Bildung zu verbessern. Die Reformen sollen zudem eine bessere Einhaltung fachlicher Standards in der Frühpädagogik sicherstellen. Die Vorschläge liegen nun den politischen Entscheidungsträger:innen zur Prüfung vor.






