Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Alarm löst Großoperation aus
Sebastian HuberGefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Alarm löst Großoperation aus
Feuerwehr in Schwelm rückt zu Gefahrguteinsatz aus
Am 12. September 2025 wurden die Feuerwehrkräfte in Schwelm zu einem Gefahrguteinsatz alarmiert. Der Notruf ging ein, nachdem in einem Mehrfamilienhaus an der Schützenstraße eine unbekannte Substanz im Keller entdeckt worden war. Die Einsatzkräfte trafen kurz darauf ein, um die Lage zu bewerten und das Gelände abzusichern.
Auslöser des Einsatzes war ein kleiner Koffer mit verschiedenen Chemikalien und beschädigtem Quecksilber. Die Feuerwehr identifizierte die ausgetretene Flüssigkeit als Quecksilber, woraufhin eine Großoperation eingeleitet wurde. Oliver Dag, Leiter der Feuerwehr Schwelm, und sein Stellvertreter Markus Kosch übernahmen die Koordination vor Ort.
Einsatzleiter Jan Poschmann teilte das Gebiet in Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der Anwohner an. Ein beheizter Verpflegungs- und Betreuungsbus (VER) wurde als vorübergehende Unterkunft für die Betroffenen bereitgestellt. Auf dem Höhepunkt der Maßnahmen waren 29 Einsatzkräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge im Einsatz, während zusätzliche Kräfte in Bereitschaft blieben, um die grundlegende Notfallversorgung aufrechtzuerhalten.
Ein Team in Schutzanzügen und mit Atemschutz sammelte das ausgetretene Quecksilber ein und richtete außerhalb des Gebäudes eine Dekontaminationsstation ein. Spezialausrüstung, darunter ein Quecksilber-Unfallset der Feuerwehr Wuppertal, kam zum Einsatz. Zudem wurden ein Gefahrgutberater und ein Messfahrzeug für gefährliche Stoffe von der Feuerwehr Gevelsberg angefordert.
Nach der Eindämmung der akuten Gefahr wurde die Einsatzstelle an ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen übergeben. Dessen Aufgabe bestand darin, die Restkontamination durch Quecksilber zu beseitigen und die geborgenen Chemikalien sowie verunreinigte Ausrüstung fachgerecht zu entsorgen.
An dem Einsatz waren mehrere Behörden und Spezialeinheiten beteiligt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Anwohner wurden vorübergehend umgesiedelt, während das Quecksilber gesichert und das Gebiet dekontaminiert wurde. Das Entsorgungsunternehmen übernimmt nun die endgültige Beseitigung der gefährlichen Stoffe vor Ort.






