Georg Baselitz – Neoexpressionist und Kunstrevoluzzer stirbt mit 88 Jahren
Emil SchmittGeorg Baselitz – Neoexpressionist und Kunstrevoluzzer stirbt mit 88 Jahren
Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist im Alter von 88 Jahren verstorben. Bekannt für seine markanten neoexpressionistischen Werke, hinterlässt er ein bleibendes Erbe in der modernen Malerei. Sein Tod folgt einer jüngsten Ausstellung im Salzburger Museum der Moderne, wo er zudem eines seiner Werke der Sammlung schenkte.
Baselitz erlangte Berühmtheit durch seinen unverwechselbaren Malstil, bei dem er Motive oft auf den Kopf stellte, um traditionelle Perspektiven herauszufordern. Sein Schaffen wurde zum Kern der Neoexpressionistischen Bewegung und prägte die europäische Kunst nach 1945 maßgeblich. 2015 erwarb er die österreichische Staatsbürgerschaft und vertiefte so seine Verbindung zur Kulturlandschaft des Landes.
Noch in diesem Jahr eröffnete er im Museum der Moderne Salzburg eine neue Ausstellung, die seine lange Karriere und experimentellen Techniken würdigte. Zeitgleich übergab er eines seiner Gemälde als Dauerleihgabe an die museumseigene Sammlung.
Der Künstler sollte zudem eine Einzelpräsentation im Rahmen der Biennale in Venedig eröffnen – ein weiterer Meilenstein in einer über sechs Jahrzehnte umfassenden Laufbahn.
Baselitz’ Beiträge zur zeitgenössischen Kunst bleiben weltweit anerkannt. Seine invertierten Kompositionen und sein expressiver Stil beeinflussten Generationen von Malern. Die jüngste Ausstellung in Salzburg und seine geplante Schau in Venedig unterstreichen seine anhaltende Bedeutung in der Kunstwelt.






