Großrazzia in NRW: Behörden gehen gegen illegale Beschäftigung und Klankriminalität vor
Lara KellerGroßrazzia in NRW: Behörden gehen gegen illegale Beschäftigung und Klankriminalität vor
Behörden in Nordrhein-Westfalen haben am Vorabend des Nikolaustags eine groß angelegte Kontrollaktion durchgeführt, um illegale Beschäftigung und klanbezogene Kriminalität zu bekämpfen. An der Operation waren das Hauptzollamt Krefeld, die Polizei sowie örtliche Ordnungsdienste beteiligt. Im Rahmen der Überprüfungen in verschiedenen Betrieben wurden mehr als 100 Personen befragt.
Die Kontrollen richteten sich gegen Cafés, Shisha-Bars, Spielhallen, Kioske und Nachtclubs in Krefeld, Mönchengladbach, Viersen und im Rhein-Kreis Neuss. Im Fokus standen die Aufdeckung von Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigungspraktiken mit Verbindungen zur organisierten Kriminalität.
Während der Aktion wurden zwei Personen aufgrund ausstehender Haftbefehle festgenommen. Drei weitere wurden in einem Krefelder Café vorläufig festgesetzt, nachdem sie keine gültigen Aufenthaltstitel vorlegen konnten. Gegen einen Betrieb wurde zudem Anzeige erstattet, da er ohne die erforderliche Konzession arbeitete.
Die Prüfer deckten zahlreiche Verstöße auf, darunter Vergehen gegen das Tabaksteuergesetz, das Glücksspielgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz und das Betäubungsmittelgesetz. Auch Verkehrsdelikte wurden registriert. In 29 Fällen gab es erste Unstimmigkeiten, die nun vom Zoll näher untersucht werden. Bei 16 Vorfällen bestand der Verdacht auf Lohnbetrug, in sieben Fällen ging es um mögliche Verstöße gegen den Mindestlohn.
Ziel der Aktion war es, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, indem Erkenntnisse aus verschiedenen Deliktbereichen und Zuständigkeitsgebieten gesammelt wurden. Zollbeamte und Polizei werden die Ergebnisse nun detailliert auswerten. Nach den ersten Überprüfungen und Festnahmen sind weitere Ermittlungen zu erwarten.






