Großübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz bei Erdbebenszenario
Emil SchmittGroßübung im Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz bei Erdbebenszenario
Kreis Euskirchen testet Katastrophenschutz in großangelegter Übung
Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenschutzübung durchgeführt, um die Einsatzfähigkeit im Ernstfall zu prüfen. An der Simulation beteiligten sich fast 100 ehrenamtliche und professionelle Einsatzkräfte, darunter Feuerwehrleute aus Mechernich. Ziel war es, die Teams auf ein schweres Erdbeben in der Region vorzubereiten.
Im Mittelpunkt der Übung stand ein fiktives Beben der Stärke 6,5 im nördlichen Kreisgebiet Euskirchen. Das Szenario basierte auf der Risikobewertung der Bundesregierung von 2019, die das Kölner Bucht-Gebiet als Erdbebenregion mit einer Gefährdungsstufe von 2 bis 3 einstuft. Geprüft wurde, wie gut die Einsatzkräfte schnelle Entsendungen, Ressourcenverteilung und die Zusammenarbeit zwischen Behörden bewältigen können.
Die Führungsebene des Kreises leitete die Maßnahmen auf der Führungsebene D gemäß der Feuerwehr-Dienstvorschrift 100. Beteiligt waren Kräfte aller kommunalen Feuerwehren, unterstützt von Fachberatern. Zu den zentralen Herausforderungen zählten die Bergung von Verletzten, die Evakuierung von Anwohnern und die Aufrechterhaltung der Kommunikation unter Druck.
Das Szenario wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt. Landrat Markus Ramers lobte die Übung im Nachgang als wichtigen Schritt zur Stärkung der langfristigen Krisenmanagementstrukturen.
Die Simulation bot eine realitätsnahe Erprobung der Notfallpläne in einer erdbebengefährdeten Region. Die Teilnehmer setzten sich mit entscheidenden Themen wie Logistik, Kommunikation und behördenübergreifender Koordination auseinander. Die Ergebnisse sollen künftige Strategien zur Katastrophenbewältigung im Kreis Euskirchen optimieren.






