Grüner Stahl aus Australien: 90 Prozent weniger CO₂ ab 2029 geplant
Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für ein großes Projekt zur Herstellung von grünem Stahl in Westaustralien ausgewählt. Das Vorhaben Mid-West Green Iron zielt darauf ab, die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Stahlherstellungsverfahren um 90 Prozent zu senken. Die Produktion soll 2029 starten – vorbehaltlich der endgültigen Investitionsfreigaben.
Das Projekt beginnt mit dem Bau einer Elektrolyseanlage, die eine Leistung von 1,4 Gigawatt erbringen soll. Die Anlage wird mit den standardisierten 20-MW-scalum®-Modulen von Thyssenkrupp Nucera ausgestattet. Der dort erzeugte grüne Wasserstoff soll jährlich zur Herstellung von sieben Millionen Tonnen grüner Eisenerzpellets genutzt werden.
Die Hälfte dieser Pellets – etwa 2,5 Millionen Tonnen – wird zu grünem heißbrikettiertem Eisen (HBI) weiterverarbeitet. Die ersten Lieferungen sollen ab 2029 Australien verlassen. Langfristig plant PGS, die Kapazitäten auszubauen, um jährlich 30 Millionen Tonnen direktreduktionsfähige grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI zu produzieren.
Das Projekt befindet sich noch in der frühen Planungsphase. Eine endgültige Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) wird darüber entscheiden, ob der Bau wie vorgesehen voranschreitet.
Bei Genehmigung könnte das Mid-West-Green-Iron-Projekt die Emissionen in der Stahlproduktion deutlich verringern. Die Erweiterung der Anlage würde zudem Australiens Rolle auf dem globalen Markt für grünen Stahl stärken. Die ersten Exporte sind für 2029 vorgesehen – abhängig von regulatorischen und finanziellen Freigaben.






