Hauptzollamt Münster erzielt 2024 Rekord-Einnahmen von 2,29 Milliarden Euro
Sebastian HuberHauptzollamt Münster erzielt 2024 Rekord-Einnahmen von 2,29 Milliarden Euro
Hauptzollamt Münster verzeichnete 2024 Einnahmen von über 2,29 Milliarden Euro
Das Hauptzollamt Münster meldete für das Jahr 2024 Erträge in Höhe von mehr als 2,29 Milliarden Euro – ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Mit über 600 Beschäftigten nimmt die Behörde eine zentrale Rolle im Handel, in der Sicherheitspolitik und bei der Steuerdurchsetzung in der Region ein.
Unter neuer Führung übernahm im Februar 2024 der 37-jährige Beamte Tobias Schreiber die Leitung der Zollbehörde. Sein Team bearbeitete im Laufe des Jahres rund 136.380 Einfuhrerklärungen und 1,4 Millionen Ausfuhrerklärungen.
Die Einnahmen speisten sich aus verschiedenen Quellen: Die Einfuhrumsatzsteuer brachte 485 Millionen Euro ein, Kraftfahrzeugsteuern777 Millionen Euro. Die Verbrauchsteuern erreichten einen Gesamtbetrag von 972 Millionen Euro, wobei Alkoholsteuern mit etwa 398 Millionen Euro den größten Anteil ausmachten. Zölle steuerten weitere 60 Millionen Euro bei.
Ein zentraler Schwerpunkt blieb die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) prüfte 294 Unternehmen, kontrollierte 4.679 Personen und leitete fast 1.500 Strafverfahren ein. Durch ihre Ermittlungen konnten rund 5,4 Millionen Euro an hinterzogenen Abgaben und Steuern sichergestellt werden.
Die Kontrolleinheit Verkehr (KEV) führte 7.993 Fahrzeugkontrollen durch und überprüfte 11.284 Personen. Dabei beschlagnahmte sie 12,7 Kilogramm Marihuana, 12,8 Kilogramm Amphetamine, 0,3 Kilogramm Heroin und 1,4 Kilogramm Kokain. Am Flughafen Münster/Osnabrück durchleuchtete das Zollfahndungsamt (KEFR)103.862 Reisende und 177.629 Gepäckstücke.
Das Hauptzollamt Münster bleibt damit eine Schlüsselinstanz, die Handelsabwicklung mit Strafverfolgung verbindet. Die Aktivitäten 2024 umfassten Steuereintreibungen, Drogenbeschlagnahmungen und Ermittlungen gegen illegale Beschäftigung. Der leichte Einnahmenzuwachs spiegelt eine stabile Entwicklung sowohl im legalen Handel als auch in der regulatorischen Aufsicht wider.






