Heino steht mit Solidaritätskonzert hinter umstrittenem Feuerwehrmann in Bad Belzig
Emil SchmittHeino steht mit Solidaritätskonzert hinter umstrittenem Feuerwehrmann in Bad Belzig
Eine 87-jährige Musiklegende auf der Bühne in Bad Belzig – Heino zeigt Solidarität mit einem unter Druck geratenen Feuerwehrmann
In Bad Belzig (Brandenburg) betrat eine 87-jährige Musikikone die Bühne, um einen Feuerwehrmann zu unterstützen, der mit Kritik konfrontiert ist. Heino gab ein Solidaritätskonzert für Richard Mänder, dem nach dem Abspielen einer umstrittenen Version der deutschen Nationalhymne seine Richterämter entzogen wurden. Die Veranstaltung zog Feuerwehrleute aus mehreren Bundesländern an und befeuerte die Debatte um den Vorfall weiter.
Der Streit begann, als Mänder bei einer Feuerwehrmeisterschaft in Torgau (Nordsachsen) Heinos Aufnahme der ersten Strophe der Nationalhymne aus den 1970er-Jahren spielte. Der Deutsche Feuerwehrverband reagierte mit dem Ausschluss Mänders von allen Schiedsrichtertätigkeiten. Mänder wies rechtsextreme Tendenzen von sich und bezeichnete die Sanktionen als ungerecht.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen besuchten das Konzert als Zeichen der Unterstützung. Auf der Bühne und im Publikum wehten während des Auftritts schwarz-rot-goldene Fahnen. Heinos Manager, Helmut Werner, betonte, die Veranstaltung diene allein der Rückendeckung für Mänder, und wies Vorwürfe zurück, der Sänger habe rechtspopulistische Ansichten.
Heino präsentierte bei seinem Auftritt bekannte Hits wie Blaue Enzian, Rosamunde, Karamba, Karacho, ein Whisky und Die schwarze Barbara. Trotz des anhaltenden Streits haben sich bisher keine politischen Parteien oder Organisationen gegen die Verwendung der ersten Hymnenstrophe bei offiziellen Anlässen ausgesprochen – etwa beim Feuerwehrsportwettbewerb 2025 in Torgau.
Der Feuerwehrverband hält an seiner Entscheidung fest und schließt Mänder weiterhin von seinen früheren Aufgaben aus.
Das Konzert unterstrich die Spaltung zwischen Mänders Unterstützern und der Feuerwehrführung. Während die Veranstaltung bei manchen Feuerwehrleuten den Zusammenhalt stärkte, bleiben die Sanktionen des Verbandes bestehen. Die Diskussion über den Einsatz der Hymne bei offiziellen Veranstaltungen geht weiter – ohne dass sich die Politik bisher eingemischt hätte.






