Internationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskoordination
Emil SchmittInternationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskoordination
Großübung mit internationaler Beteiligung in Gangelt: Rettungskräfte testen grenzüberschreitende Krisenbewältigung
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Rettungsteams aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien probten gemeinsam die Bewältigung eines Massenunfalls mit zahlreichen Verletzten. Im Mittelpunkt stand die grenzüberschreitende Koordination bei einem Zwischenfall mit gefährlichen Stoffen und mehreren beteiligten Fahrzeugen.
Das Szenario sah einen Zusammenstoß zwischen einem Lkw mit giftigen Chemikalien, einem Reisebus und mehreren Pkw auf einem ländlichen Abschnitt der Kreisstraße 13 vor. Dutzende Verletzte wurden simuliert, wobei die Verletzungen mithilfe von Theater-Schminke realistisch dargestellt wurden. Einige Opfer saßen in den Wracks eingeklemmt, andere litten unter den Folgen eines austretenden ätzenden Stoffs.
Mehr als 30 Einsatzorganisationen aus der Euregio Maas-Rhein nahmen teil, darunter deutsche Einheiten wie das THW und die Feuerwehr Aachen, niederländische Teams wie die Brandweer Limburg und der Gesundheitsdienst GHOR sowie belgische Rettungskräfte wie das CIKF und Protea aus Lüttich. Niederländische Spezialisten in Schutzkleidung sicherten die undichte Stelle mit dem gefährlichen Stoff. Drohnen unterstützten die Lageerkundung aus der Luft und halfen bei der Koordination der Einsätze.
Die Übung war die erste großangelegte internationale Gemeinschaftsübung dieser Art seit acht Jahren. Die Kreisstraße 13, die zugleich als Umgehungsstraße für Gangelt dient, blieb für die Dauer der Übung gesperrt und wurde erst spätabends wieder freigegeben. Die Organisatoren betonten, wie reibungslos die Teams aus verschiedenen Ländern trotz unterschiedlicher Gesetze und Notfallsysteme zusammenarbeiteten.
Die Übung bestätigte, dass Rettungskräfte grenzüberschreitend auch unter hohem Druck effektiv zusammenarbeiten können. Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung regelmäßiger gemeinsamer Trainings: In den vergangenen fünf Jahren hatten bereits zwölf internationale Organisationen an ähnlichen Übungen teilgenommen. Die Straßenabschnitte und das realistische Szenario boten wertvolle Erfahrungen für künftige Einsätze.






