Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES mit 4,8 PetaFLOPS und KI-Partition
Lara KellerKölner Uni startet Supercomputer RAMSES mit 4,8 PetaFLOPS und KI-Partition
Die Universität zu Köln hat einen neuen Hochleistungsrechner (HPC) mit dem Namen RAMSES in Betrieb genommen. Das moderne System löst den älteren CHEOPS-Cluster ab und ist darauf ausgelegt, ein breites Spektrum wissenschaftlicher Forschung zu unterstützen – bei gleichzeitig verbessertem Energieverbrauch.
RAMSES bietet eine Rechenleistung von bis zu 4,8 PetaFLOPS und stellt damit einen deutlichen Fortschritt für Forscher dar. Der Cluster umfasst 174 Server mit 31.576 CPU-Kernen und 167 Terabyte Arbeitsspeicher. Die Speicherinfrastruktur basiert auf IBM Spectrum Scale, das 12 Petabyte HDD-Kapazität sowie einen 878-Terabyte-SSD-Cache bereitstellt.
Das System kommt in vielfältigen wissenschaftlichen Disziplinen zum Einsatz – von der Genomrekonstruktion und Krebsforschung über Quantenphysik, mathematische Modellierung bis hin zur Astrophysik. Neben klassischen HPC-Aufgaben verfügt RAMSES zudem über eine dedizierte KI-Partition, die die Forschungsmöglichkeiten erweitert.
Ein zentrales Anliegen des neuen Clusters ist Energieeffizienz: Durch den Einsatz von Warmwasserkühlung statt herkömmlicher Luftkühlung lassen sich die Kühlkosten um bis zu 40 Prozent senken. Die entstehende Abwärme wird sogar genutzt, um ein aktuell im Bau befindliches Gebäude zu beheizen.
Auch Sicherheit hat höchste Priorität: Sämtliche Daten werden in jedem Verarbeitungsstadium verschlüsselt, und der Zugang zum System ist durch Mehr-Faktor-Authentifizierung streng kontrolliert – so bleibt die Forschung optimal geschützt.
RAMSES bedeutet einen wichtigen Meilenstein für die Recheninfrastruktur der Universität zu Köln. Die Kombination aus hoher Leistung, Energieeinsparung und robusten Sicherheitsvorkehrungen wird Spitzenforschung in zahlreichen Fachbereichen ermöglichen. Das System ist ab sofort betriebsbereit und steht Wissenschaftlern zur Verfügung.






