Kultur vs. Kosten: Warum Opernhäuser mehr sind als nur teure Prestigeobjekte
Marie WolfKultur vs. Kosten: Warum Opernhäuser mehr sind als nur teure Prestigeobjekte
In deutschen Städten entzündet sich eine Debatte über den Wert von Kultur. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob finanzielle Kosten über kulturelle Investitionen entscheiden sollten. Ein kürzlich erschienener Artikel kritisiert die Haltung eines Chefredakteurs zur Finanzierung von Opernhäusern und argumentiert, dass Kultur sich nicht allein in Euro messen lässt.
Der Autor erinnert sich an den Redakteur aus dessen Zeit in Bremen, wo dieser den Weser-Kurier leitete. Damals habe der Chefredakteur Zahlen, Geld und Selbstdarstellung über kulturelle Belange gestellt. Der Autor warnt nun, dass dieser Ansatz zu einem Qualitätsverlust der Zeitung geführt habe.
Derselbe Redakteur, heute Chefredakteur der Rheinischen Post, lehnt nun Pläne für ein Opernhaus in Dortmund ab. Als Begründung verweist er auf die hohen Sanierungskosten in Köln und hält solche Projekte für unvernünftig. Seine Argumentation legt nahe, dass angesagte Restaurants mehr Wert hätten als kulturelle Einrichtungen.
Der Autor widerspricht dieser Auffassung. Er verweist auf die Düsseldorfer Oper, die 570 Menschen beschäftigt und Musikschulen sowie Bibliotheken unterstützt. Zudem bietet sie Bildungsprogramme für Kinder an. Der Autor betont, dass Opern Debatten anregen und die Gesellschaft zusammenbringen – weit über finanzielle Erträge hinaus.
Sollten sich andere Städte dieser kostenfixierten Denkweise anschließen, befürchtet der Autor, dass keine Stadt mehr ein Opernhaus bauen wird. Die Düsseldorfer Oper mit ihrem Engagement in Bildung und Gemeinschaftsarbeit steht als Gegenbeispiel da. Die Debatte zeigt den Konflikt zwischen wirtschaftlicher Pragmatik und kulturellem Wert auf.






