04 April 2026, 16:04

Lissabons radikaler Plan gegen Touristenmassen – doch alles nur ein Aprilscherz?

Blick auf Lissabon von einem Hügel aus, der Gebäude mit Fenstern, Bäume, eine Statue auf einem Sockel, Menschen auf der Straße und den Himmel im Hintergrund zeigt.

Lissabons radikaler Plan gegen Touristenmassen – doch alles nur ein Aprilscherz?

Lissabon kündigt mutigen Plan gegen Überlastung an beliebten Aussichtspunkten an

Ab Mai sollen an den bekanntesten Aussichtspunkten der Stadt gläserne Drehkreuze mit intelligenter Technologie die Verweildauer der Besucher begrenzen und den Zugang nur noch mit Ticket ermöglichen. Damit will die Stadt das sogenannte "Sunset-Camping" unterbinden und die Menschenmassen an Orten wie Graça oder Senhora do Monte regulieren.

Das Projekt, das ab dem 1. April 2023 in einer Pilotphase getestet werden soll, sorgt bereits jetzt für Diskussionen unter den Einwohnern. Während einige die Maßnahmen begrüßen, kritisieren andere sie als unzumutbare Einschränkung der persönlichen Freiheit.

Das neue System sieht zeitlich begrenzte Aufenthalte, visuelle Ampelsignale und ein Ticket-System für den Zutritt vor. Wer die erlaubte Zeit überschreitet, muss mit vorübergehend gesperrten Drehkreuzen und einer Strafe von 15 Euro rechnen – offiziell als TOEEC (Steuer auf übermäßige Nutzung panoramischer Flächen) bezeichnet. Die eingenommenen Gelder sollen in die tägliche Reinigung der technisch aufgerüsteten Aussichtspunkte fließen.

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Einwohner, die in den historischen Stadtteilen steuerlich gemeldet sind, erhalten eine "Grüne-Spur"-Privilegierung: Sie dürfen Warteschlangen umgehen und ihre Besuchszeit auf 20 Minuten ausdehnen. Die ersten Drehkreuze werden an den Aussichtspunkten Graça, Senhora do Monte, Santa Catarina (Adamastor) und São Pedro de Alcântara installiert.

Obwohl das Pilotprojekt noch nicht offiziell bestätigt wurde, haben andere europäische Städte ähnliche Maßnahmen ergriffen. Barcelona, Venedig und Dubrovnik steuern den Massentourismus bereits durch zeitgesteuerten Zutritt, Besucherobergrenzen und eingeschränkte Öffnungszeiten.

Die Umsetzung in Lissabon soll schrittweise erfolgen, beginnend mit der Testphase im April. Bei Erfolg könnte das System auf weitere Aussichtspunkte ausgeweitet werden. Entscheidend wird sein, wie die Öffentlichkeit reagiert und ob die Maßnahmen Staus verringern, ohne Anwohner oder Touristen zu verprellen.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei der Ankündigung jedoch um einen Aprilscherz des Portals Lisboa Secreta.

Quelle