15 March 2026, 08:02

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis nach Jahren in belarussischer Haft

Eine Gruppe von vier Personen auf einem roten Teppich, die lächeln und für ein Foto posieren, mit einem "Liberty Justice for All Awards"-Schild im Hintergrund.

Maria Kalesnikawa erhält Karlspreis nach Jahren in belarussischer Haft

Der Internationale Karlspreis 2022 wurde an drei belarussische Oppositionsfiguren für ihren Kampf gegen das autoritäre Regime verliehen. Darunter war auch Maria Kalesnikawa, die nach Jahren in Haft erst kürzlich freigelassen wurde. Die renommierte Auszeichnung würdigt Engagement für Demokratie und Einheit in Europa.

2022 ging der Preis an Swjatlana Zichanouskaja, Maria Kalesnikawa und Veronika Zepkalo für ihren Widerstand gegen die autoritäre Führung in Belarus. Der seit 1950 verliehene Internationale Karlspreis ehrt Persönlichkeiten, die sich für die europäische Einigung und demokratische Werte einsetzen.

Kalesnikawas Kampf begann 2020, als sie in Minsk wegen ihres Protests gegen Präsident Alexander Lukaschenko festgenommen wurde. Ein Jahr später wurde sie zu elf Jahren Haft verurteilt. Trotz ihrer Inhaftierung betonte die Preisverleihung ihre zentrale Rolle in der prodemokratischen Bewegung.

Seit der Vergabe des Preises hat Belarus keine demokratischen Reformen erlebt. Lukaschenkos Regierung unterdrückt weiterhin die Opposition und steht im Ukraine-Krieg eng an der Seite Russlands. Kalesnikawa wurde schließlich im Dezember 2025 zusammen mit anderen politischen Gefangenen freigelassen und lebt nun in Deutschland.

Ihr jüngster Besuch in Aachen zur Preisverleihung sendet ein deutliches Signal der Solidarität. Die Veranstaltung unterstreicht die anhaltende Unterstützung für demokratische Freiheiten in Europa.

Kalesnikawas Freilassung und ihr Aufenthalt in Deutschland markieren einen Neuanfang nach Jahren der Haft. Der Karlspreis bleibt ein Symbol des Widerstands gegen die Unterdrückung in Belarus. Unterdessen bleibt die politische Lage des Landes fest in Lukaschenkos Hand.

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