19 March 2026, 12:04

Moers' Bürgermeisterin wird Schirmherrin für christlich-jüdischen Dialog

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers' Bürgermeisterin wird Schirmherrin für christlich-jüdischen Dialog

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat eine neue Rolle als Schirmherrin der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit dem Vorstand des Vereins, bei dem auch eine neue Broschüre zur jüdischen Geschichte der Stadt vorgestellt wurde. Zupancic betonte die Bedeutung, sich an die jüdische Vergangenheit von Moers zu erinnern und dem heutigen Antisemitismus entgegenzutreten.

Das Treffen markierte den offiziellen Beginn von Zupancics Schirmherrschaft. Mitglieder des Vorstands präsentierten "Spuren jüdischen Lebens", eine Broschüre, die die wenigen verbleibenden Zeugnisse jüdischen Erbes in Moers dokumentiert. Sie beleuchtet zudem die frühen Jahre der jüdischen Gemeinde der Stadt und ist ab sofort für drei Euro in örtlichen öffentlichen Einrichtungen erhältlich.

Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Einbindung jüngerer Generationen. Regelmäßige Projekte mit Schulen sollen den Dialog lebendig halten. Die Gesellschaft pflegt zudem enge überregionale Kontakte, die es ermöglichten, die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers zu holen – eine Auszeichnung, die seit 1986 nur selten außerhalb Kölns verliehen wird.

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Zu den bisherigen Preisträgern in Moers zählen Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, die beide für ihr Engagement in der christlich-jüdischen Verständigung gewürdigt wurden. Auf nationaler Ebene erhielt in diesem Jahr der Jesuit Christian Rutishauser aus St. Gallen die Auszeichnung.

Die Veröffentlichung der Broschüre und Zupancics Schirmherrschaft unterstreichen die erneuerten Bemühungen, das jüdische Erbe von Moers zu bewahren. Die Schulprogramme des Vereins und seine überregionalen Vernetzungen werden die Arbeit weiterhin unterstützen. Die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille in der Stadt zeigt zudem das langjährige Engagement für den interreligiösen Dialog.

Quelle