16 March 2026, 04:03

Mönchengladbach baut riesiges Elektrobus-Depot auf Kasernengelände

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, Strommasten, Gebäuden, Bäumen und einem Turm unter einem bewölkten Himmel.

Mönchengladbach baut riesiges Elektrobus-Depot auf Kasernengelände

Elektrobus-Depot entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Niederrhein-Kaserne in Mönchengladbach

Auf dem Gelände der früheren Niederrhein-Kaserne in Mönchengladbach soll ein voll-elektrisches Busdepot entstehen. Das von der Niederrheinische Energie und Wasser (NEW) getragene Projekt wird künftig sowohl Mönchengladbach als auch Viersen bedienen. Die Pläne liegen nun zur öffentlichen Einsichtnahme aus, bevor die Bauarbeiten beginnen.

Das neue Depot erstreckt sich über eine Fläche von 96.200 Quadratmetern und bietet Platz für bis zu 260 Elektrobusse. Neben Ladestationen umfasst es Werkstätten, Büros und Sozialräume für das Personal. Ein zentrales Merkmal ist die Möglichkeit, bis zu 120 Busse gleichzeitig zu parken und aufzuladen – ein wichtiger Schritt hin zu einem emissionsfreien Nahverkehr.

Die Stadt erarbeitet derzeit den Bebauungsplan Nr. 812/N, der das Gelände für das Depot ausweist, dabei aber 20 Prozent der Fläche als natürlichen Lebensraum erhält. Ein zweiter Plan (Nr. 819/N) sieht die Erweiterung des benachbarten Recyclingstandorts mags nördlich der Autobahn A 61 vor.

Die Unterlagen können Bürgerinnen und Bürger vom Mittwoch, 25. März, bis Freitag, 24. April einsehen – entweder online oder im Amt für Stadtentwicklung und Stadtplanung. Zudem findet am Dienstag, 24. März, um 18 Uhr im Rheydter Rathaus eine öffentliche Informationsveranstaltung statt. Während der Konsultationsphase werden Rückmeldungen entgegengenommen.

Das Depot ist ein zentraler Baustein für die Umstellung der gesamten Busflotte auf Elektroantrieb bis 2030. Nach der Inbetriebnahme wird es als Drehscheibe für die E-Busse in der Region fungieren.

Das Vorhaben markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung elektrischer ÖPNV in Mönchengladbach und Viersen. Die öffentlichen Stellungnahmen fließen in die finalen Planungen ein, bevor der Bau startet. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll das Depot eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der klimaneutralen Verkehrsziele der Stadt spielen.

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