Nachhaltige Verpackungen: Henkel und Elopak setzen auf recycelte und biozirkuläre Materialien
Sebastian HuberNachhaltige Verpackungen: Henkel und Elopak setzen auf recycelte und biozirkuläre Materialien
Zwei große Partnerschaften haben neue Verpackungslösungen auf Basis erneuerbarer und recycelter Materialien vorgestellt. Elopak, Orkla Home and Personal Care und Dow brachten Kartonverpackungen aus recyceltem Polyethylen und biozirkulären Polymeren auf den Markt. Gleichzeitig entwickelten Henkel und LyondellBasell einen Kunststoffkäfig für WC-Steckblöcke auf Basis nachwachsender Rohstoffe, der die CO₂-Emissionen senken soll – ohne Kompromisse bei der Leistung.
Die Neuentwicklung von Henkel und LyondellBasell ersetzt den Kunststoffkäfig in Henkels WC Frisch/Bref-Toilettenblöcken. Das Design besteht zu 30 % aus mechanisch recyceltem Kunststoff und zu 70 % aus biozirkulären Rohstoffen. Diese stammen aus Abfallströmen wie Rückständen der Pflanzenölverarbeitung und stehen nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Die Rohstoffe sind zertifiziert und werden im Rahmen des CirculenRenew-Portfolios von LyondellBasell nach dem Mass-Balance-Ansatz zugewiesen.
Die CirculenRenew-Polypropylen-(PP)-Sorten weisen laut Hersteller einen um 44 % geringeren CO₂-Fußabdruck auf als erdölbasiertes PP in der Produktion. Das Material ist ein direkter Ersatz ("Drop-in-Lösung") und bietet die gleiche Leistung wie herkömmliche Kunststoffe bei gleichzeitig reduzierten Emissionen. Beide Unternehmen werden ihre Arbeit auf der K 2025 in Düsseldorf vom 8. bis 15. Oktober präsentieren.
Unabhängig davon hat INEOS Olefins & Polymers am Standort Lavera in Frankreich seine ersten Lieferungen von Pyrolyseöl erhalten. Dieses aus recyceltem Kunststoffabfall gewonnene Ausgangsmaterial dient der Herstellung recycelter Polymere. Der Schritt steht im Einklang mit branchenweiten Bestrebungen, erdölbasierte Materialien durch erneuerbare Alternativen zu ersetzen.
Die neuen Verpackungslösungen markieren einen Wandel hin zu kohlenstoffärmeren Materialien in Konsumgütern. Beide Initiativen setzen auf zertifizierte biozirkuläre Rohstoffe und recycelte Anteile, um Qualität zu erhalten und gleichzeitig Emissionen zu reduzieren. Die Produkte werden auf der K 2025 ausgestellt und unterstreichen so die Fortschritte bei nachhaltigen Verpackungen.






