Neue Hoffnung für gestopptes Wohnprojekt "Leben an der Strunde" in Bergisch Gladbach
Sebastian HuberNeue Hoffnung für gestopptes Wohnprojekt "Leben an der Strunde" in Bergisch Gladbach
Ein gestopptes Wohnbauprojekt in Bergisch Gladbach könnte bald Fortschritte machen – nach einem entscheidenden Treffen zwischen Stadtvertretern und Investoren. Die Entwicklung „Leben an der Strunde“ war vor einem Jahr wegen finanzieller Bedenken im Zusammenhang mit der angeschlagenen Gröner-Gruppe auf Eis gelegt worden. Nun hat sich eine Delegation – darunter ein ehemaliger Bundesminister – eingeschaltet, um das Vorhaben voranzubringen.
Das Projekt geriet im vergangenen Jahr ins Stocken, als Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Investoren aufkamen. Die Gröner-Gruppe, die mit Insolvenzgerüchten und Vorwürfen wegen Fehlverhaltens konfrontiert ist, hält über ihre Tochtergesellschaft CGRE AG einen Anteil von 89,9 Prozent am Projekt. Ohne konkrete Fortschrittsnachweise verweigerte die Stadt die Wiederaufnahme der Arbeiten am Bebauungsplan.
Letzte Woche traf eine Delegation der Wachendorff-Grundstückseigentümer mit der Bergisch Gladbacher Verwaltung zusammen. Mit dabei war Ronald Pofalla, ehemaliger Bundesminister und langjähriger Weggefährte von Christoph Gröner. Ziel der Gruppe war es, die Gespräche wiederaufzunehmen und offene Fragen zu klären.
Damit das Projekt vorankommt, fordert die Stadt ausstehende Gutachten zu Entwässerung und Verkehrsinfrastruktur. Die Behörden haben klargestellt: Solange die Investoren nicht nachweisen, dass sie diese Auflagen erfüllen können, wird es keine weiteren Schritte geben.
Das Treffen markiert den ersten Versuch, das Wohnbauvorhaben seit seiner Aussetzung wiederzubeleben. Sollten die Investoren die erforderlichen Unterlagen vorlegen, könnte die Stadt das Planungsmoratorium aufheben. Bis dahin bleibt „Leben an der Strunde“ auf unbestimmte Zeit blockiert – seine Zukunft hängt von den ungelösten Finanzproblemen der Gröner-Gruppe ab.






