NRW-Krankenhäuser protestieren mit verengten Türen gegen Finanznot im Gesundheitswesen
Emil SchmittNRW-Krankenhäuser protestieren mit verengten Türen gegen Finanznot im Gesundheitswesen
Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen protestieren gegen finanzielle Not im Gesundheitswesen
Am Freitag haben Krankenhäuser in ganz Nordrhein-Westfalen mit einer Protestaktion auf die prekäre finanzielle Lage der deutschen Gesundheitsversorgung aufmerksam gemacht. Die von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) landesweit organisierte Aktion sah vor, dass Eingangstore vorübergehend verengt wurden – ein Symbol für drohende Versorgungslücken. Zahlreiche Einrichtungen, darunter die GFO Kliniken Rhein-Berg, beteiligten sich unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung“.
Bei der Aktion wurden die Haupteingänge der teilnehmenden Krankenhäuser absichtlich eingeengt, sodass Patienten und Besucher Umwege in Kauf nehmen mussten. Damit sollte auf die Folgen geplanter Kürzungen im Gesundheitsbudget hingewiesen werden. Aktuell arbeiten rund 80 Prozent der Krankenhäuser in der Region mit Verlusten, etwa ein Drittel steht wegen steigender Kosten und sinkender Finanzzuweisungen vor der Insolvenzgefahr.
Besonders betroffen sind gemeinnützige Krankenhäuser, die etwa ein Drittel aller deutschen und fast zwei Drittel der nordrhein-westfälischen Kliniken ausmachen. Diese Einrichtungen, oft in Trägerschaft von Wohlfahrtsverbänden oder religiösen Organisationen, verfügen weder über öffentliche Fördergelder noch über ausreichende Rücklagen, um die geplanten Sparmaßnahmen abzufedern.
Die Krankenhäuser unterstützten zudem die Petition „Lichter aus im Krankenhaus“, mit der sie die Politik auffordern, für eine faire und nachhaltige Finanzierung zu sorgen. Krankenhäuser müssten als unverzichtbare Säule der Daseinsvorsorge anerkannt werden – und nicht als Belastung für den Haushalt. Die GFO Kliniken Rhein-Berg unterstrichen die Forderungen der Proteste und betonten, dass neben einer Krankenhausreform vor allem verlässliche Finanzierungsmodelle nötig seien.
Ziel der Demonstration war es, Druck auf die Verantwortlichen auszuüben, um die Finanzkrise im Gesundheitssektor zu bewältigen. Mit der Petition und der symbolträchtigen Aktion machten die Organisatoren auf die Risiken einer Unterfinanzierung für die Patientenversorgung aufmerksam. Sie hoffen, dass der Protest zu konkreten politischen Weichenstellungen bei der Krankenhausfinanzierung führt.






