28 April 2026, 06:06

NRW setzt auf Kameras und KI für mehr Sicherheit im Nahverkehr

Polizeibeamte vor einem großen Gebäude mit Fahrzeugen auf der Straße und einer Person mit einer Kamera links.

NRW setzt auf Kameras und KI für mehr Sicherheit im Nahverkehr

Sicherheitsmaßnahmen im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen werden deutlich ausgebaut

In Nordrhein-Westfalen (NRW) werden die Sicherheitsvorkehrungen im öffentlichen Nahverkehr deutlich verstärkt. Neue Technologien wie Körperkameras und ein ausgeweiteter Videoüberwachungseinsatz sollen die Sicherheit von Fahrgästen und Personal in Zügen und Bussen verbessern.

Mittlerweile sind 97 der 100 kleineren und mittelgroßen Bahnhöfe der Region mit Videoüberwachung ausgestattet. Rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW verfügen bereits über Kameras. Künftige Aufrüstungen sollen sicherstellen, dass alle Züge mit cloudbasierten Kamerasystemen ausgerüstet werden – möglicherweise unterstützt durch KI, um Risiken frühzeitig zu erkennen.

Die Dortmunder Verkehrsbetriebe gehen noch einen Schritt weiter und setzen nachts zusätzliche Sicherheitsteams ein. Diese Mitarbeiter überwachen aus einer Leitstelle Live-Videoaufnahmen und greifen bei Vorfällen direkt ein.

Auch Körperkameras werden zunehmend zum Standard für Sicherheitskräfte, die in Zügen und auf Bahnhöfen patrouillieren. Einige Bahnunternehmen stellen sie ihrem Personal auf freiwilliger Basis zur Verfügung. Pilotprojekte im Rheinland zeigen, dass allein die Ankündigung, eine Körperkamera zu aktivieren, Konflikte entschärfen und aggressives Verhalten abschrecken kann.

Auch im Busverkehr gibt es ähnliche Nachrüstungen: Neue Fahrzeuge sind serienmäßig mit Überwachungstechnik ausgestattet, während ältere Modelle nachgerüstet werden, um das gesamte Innere zu erfassen. Die Maßnahmen folgen auf einen deutlichen Anstieg von Angriffen auf Bahnmitarbeiter – im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Attacken registriert.

Der verstärkte Einsatz von Kameras und Körperkameras spiegelt die wachsenden Sicherheitsbedenken im ÖPNV Nordrhein-Westfalens wider. Mit Live-Überwachung, Cloud-Speicherung und möglichen KI-Tools wollen die Behörden Vorfälle reduzieren und schneller reagieren. Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung, indem sie Konflikte deeskalieren und das Personal schützen.

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