NRW verschärft Kampf gegen Afrikanische Schweinepest mit neuen Sperrzonen
Marie WolfNRW verschärft Kampf gegen Afrikanische Schweinepest mit neuen Sperrzonen
Behörden in Nordrhein-Westfalen verstärken ihre Bemühungen zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), nachdem sich die Fälle unter Wildschweinen ausgebreitet haben. Der Kreis Olpe hat verschärfte Maßnahmen eingeführt, darunter erweiterte Sperrzonen und zusätzliche Zäune. Bisher wurden in der Region etwa 170 infizierte Tiere nachgewiesen.
Das aktuelle Kerngebiet des Ausbruchs umfasst rund 143.000 Hektar und ist von etwa 114 Kilometern Zaun umgeben. Da jedoch weitere infizierte Wildschweine entdeckt wurden, planen die Behörden, die eingezäunte Zone um zusätzliche 25 Kilometer zu erweitern. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Kerngebiet auf etwa 3.400 Hektar anwachsen.
Drohnen und Suchtrupps durchkämmen derzeit die Region nach toten Wildschweinen. Gleichzeitig sollen koordinierte Jagdaktionen den Bestand der Tiere innerhalb der umzäunten Bereiche verringern. Die Landesregierung hat zudem einen Gesetzentwurf vorgelegt, um die Kosten für diese Eindämmungsmaßnahmen zu decken.
Die Ausweitung der Zäune und die Vergrößerung des Kerngebiets dienen dazu, die weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen. Während die ursprünglichen Pläne für Drohnen- und Sucheinsätze eine Fläche von 100 Quadratkilometern vorsahen, blieb die genaue Größe des aktuellen Kerngebiets bisher ungenannt.
Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen – allein in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein wurden 170 Fälle bestätigt. Durch die erweiterten Zäune und strengere Kontrollen soll die Ausbreitung weiterer Ausbrüche begrenzt werden. Finanzielle Unterstützung des Landes wird die laufenden Eindämmungsbemühungen mitfinanzieren.






