"Ohligs City Ring": Mehr Busse, weniger Parkplätze – wer profitiert?
Das Projekt „Ohligs City Ring“ will umweltfreundliche Mobilität fördern und die Anbindung an die Innenstadt verbessern. Zudem soll die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs optimiert werden. Geplant sind Änderungen bei Parkplätzen, Bushaltestellen und der Verkehrsführung im Gebiet.
Ein zentrales Ziel ist die Attraktivitätssteigerung des Busverkehrs. Dazu gehören der Bau oder die Erweiterung barrierefreier Haltestellen, um die Anbindung an das Stadtteilzentrum zu erleichtern. Zudem will die Stadt Halteverbotszonen einführen und neue Straßenmarkierungen vornehmen, um Konflikte zwischen parkenden Autos und Bussen zu verringern – und so die Sicherheit zu erhöhen.
Im Bereich Rennpatt wird derzeit eine Einbahnstraßenregelung geprüft, um den Verkehrsfluss zu optimieren und Busse effizienter fahren zu lassen. Durch die neuen Halteverbote fallen dort acht Parkplätze weg, doch als Ausgleich entstehen acht neue Stellplätze in einem umgenutzten Bereich.
Insgesamt reduziert das Vorhaben die Parkkapazität um 35 Plätze, wobei die größten Verluste in der Kottendorfer Straße und der Bahnstraße anfallen. Unklar bleibt, wie sich die Gesamtzahl der öffentlichen Parkplätze in der Zone entwickelt und welche konkreten Auswirkungen der Rückgang haben wird.
Das Projekt verspricht bessere Busverbindungen, barrierefreie Haltestellen und mehr Verkehrssicherheit. Doch diese Vorteile gehen auf Kosten bestehender Parkmöglichkeiten. In der politischen Debatte wird es nun darauf ankommen, Nutzen und Verluste abzuwägen – und nach Alternativen für Anwohner, Kunden und Besucher zu suchen.






