17 June 2026, 17:56

Proteste in Albanien: Warum ein Luxusresort auf Flamingo-Insel für Aufruhr sorgt

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der 'Flamingo-Revolution' in Albanien

Proteste in Albanien: Warum ein Luxusresort auf Flamingo-Insel für Aufruhr sorgt

Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, steht derzeit weltweit im Fokus. Demonstranten, die auf einer geschützten Insel mit rosa Flamingo-Ausschnitten protestierten, machten Schlagzeilen. Die Proteste richten sich gegen einen umstrittenen Deal mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Kushner kündigte Pläne für ein Milliardenprojekt mit Luxusresorts auf der Insel an – kurz nach Trumps Bewerbung für die Präsidentschaftswahl 2024. Das Vjosa-Narta-Delta, wo das Vorhaben entstehen soll, wurde 2023 zu Europas erstem Nationalpark für Wildflüsse erklärt. Es beherbergt seltene Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten.

Die Regierung von Ministerpräsident Edi Rama verlieh einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“. Damit sollen laut Berichten Steuern, Ausschreibungen und Umweltprüfungen entfallen. Albaniens Anti-Korruptionsbehörden haben nun Ermittlungen zu dem Deal eingeleitet.

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Albanien ist ein mehrheitlich muslimisches, aber säkulares Land und NATO-Mitglied. Seit 2022 laufen Beitrittsverhandlungen mit der EU. Seit 2013 beherbergt das Land zudem Tausende Mitglieder der Mojahedin-e-Chalk (MEK), die aus dem Irak umgesiedelt wurden. Die EU erkennt die MEK nicht als legitime Organisation an und unterstützt sie nicht.

Die Resort-Pläne haben öffentliche Proteste und behördliche Prüfungen ausgelöst. Die ökologische Bedeutung der Insel und die aufgehobenen Vorschriften werfen Fragen auf. Nun steht die albanische Regierung in der Kritik – wegen mangelnder Transparenz und unzureichender Umweltschutzmaßnahmen.

Quelle