Rassistischer Angriff im Rombergpark: Friedliches Picknick endet in Gewalt
Sebastian HuberRassistischer Angriff im Rombergpark: Friedliches Picknick endet in Gewalt
Friedliches Picknick im Dortmunder Rombergpark eskaliert zu rassistischem Angriff
Ein ruhiges Picknick im Dortmunder Rombergpark endete am Sonntagabend in Gewalt, nachdem zwei betrunkene Männer rassistische Musik abspielten und eine Gruppe von sechs Personen belästigten. Die Auseinandersetzung gipfelte in einer körperlichen Attacke, bei der zwei junge Frauen verletzt wurden. Die Tatverdächtigen müssen sich nun wegen mehrerer Straftaten verantworten.
Gegen 20:45 Uhr saß eine Gruppe von sechs Menschen in der Nähe des Kirschblütenwegs beim Picknick, als zwei Männer im Alter von 20 und 21 Jahren – sichtbar alkoholisiert – in ihrer Nähe Platz nahmen und über einen tragbaren Lautsprecher Lieder mit rassistischen Texten abspielten. Sie begannen, der Gruppe gegenüber provokative Gesten zu machen, woraufhin diese den Bereich verließ, um weiteren Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Die beiden Männer folgten ihnen jedoch, beschimpften sie weiter und provozierten eine verbale Auseinandersetzung, als zwei 20-jährige Frauen aus der Gruppe sie zur Rede stellten. Die Beleidigungen nahmen schnell rassistische Züge an, wobei die Tatverdächtigen die Frauen wiederholt mit rassistischen Schimpfworten bedachten.
Als die Gruppe den Parkeingang erreichte, griff einer der Männer plötzlich an und schlug beide Frauen. Augenzeugen beobachteten den Angriff und alarmierten die Polizei, die umgehend eintraf und die Verdächtigen festnahm. Die Beamten bestätigten, dass die beiden Dortmunder bisher weder vorbestraft waren noch Verbindungen zur rechtsextremen Szene bekannt seien.
Den Tatverdächtigen werden nun Volksverhetzung, Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen. Sie befinden sich in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen andauern. Die Opfer erhielten medizinische Versorgung, das Ausmaß ihrer Verletzungen wurde jedoch nicht bekannt gegeben.






