Rentenplanung: Warum die letzten fünf Berufsjahre über hunderte Euro entscheiden
Lara KellerRentenplanung: Warum die letzten fünf Berufsjahre über hunderte Euro entscheiden
Die letzten Jahre vor der Rente erfordern besondere Aufmerksamkeit
Wer sich auf den Ruhestand vorbereitet, sollte in den letzten Jahren vor dem Berufsausstieg besonders sorgfältig planen. Selbst kleine Versäumnisse in den letzten fünf Jahren können die monatliche Rentenhöhe um hunderte Euro schmälern. Angesichts aktueller Regeländerungen ist eine gründliche Prüfung der Unterlagen und Ansprüche heute wichtiger denn je.
Seit 2023 gelten für den Hinzuverdienst bei vorzeitigem Rentenbezug keine Obergrenzen mehr. Dadruch können Versicherte schrittweise in den Ruhestand gleiten, indem sie in Teilzeit arbeiten, ohne dass ihre Rente gekürzt wird. Bei Einkommen zwischen 556 und 2.000 Euro monatlich werden zudem Entgeltpunkte angesammelt, während die Beitragslast für Arbeitnehmer sinkt.
Fehlende Zeiten aktiv geltend machen Phasen wie Ausbildung, Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen müssen aktiv beantragt und nachgewiesen werden. Ohne entsprechende Dokumente können diese Lücken die spätere Rente mindern. Jeder Entgeltpunkt erhöht die monatliche Bruttorente derzeit um 40,79 Euro – ab 2026 steigt dieser Wert nach einer Anpassung um 4,24 Prozent auf 42,52 Euro.
Wer nach 45 Beitragsjahren abschlagsfrei in Frühente gehen möchte, muss strenge Voraussetzungen erfüllen. Arbeitslosengeld in den letzten 24 Monaten vor Rentenbeginn wird nur dann angerechnet, wenn der Arbeitgeber insolvent wird oder den Betrieb vollständig einstellt. Freiwillige Nachzahlungen können Lücken schließen, während Ausgleichszahlungen ab dem 50. Lebensjahr spätere Abschläge verringern helfen.
Auch die Prüfung der Krankenversicherungspflicht und die Planung bei Arbeitslosigkeit beeinflussen das monatliche Einkommen im Ruhestand. Experten raten, den Rentenkontoauszug drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Renteneintritt mit dem Versicherungsträger zu überprüfen, um sicherzustellen, dass alle Zeiten korrekt erfasst sind.
Die letzten Berufsjahre entscheiden mit über die Rentenhöhe Durch die geänderten Hinzuverdienstregeln und die Bewertung der Entgeltpunkte lässt sich durch kluges Planen eine höhere Rente sichern. Wer jetzt nicht handelt, riskiert durch fehlende Nachweise oder nicht geltend gemachte Zeiten unnötige finanzielle Einbußen im Alter.






