Revolutionärer Durchbruch: Doktorand stellt Kunststoff aus Holzabfällen her
Lara KellerRevolutionärer Durchbruch: Doktorand stellt Kunststoff aus Holzabfällen her
Ein Doktorand in Deutschland hat ein neues Verfahren zur Herstellung von Kunststoff ohne Erdöl entwickelt. Daniel Eggerichs, der an der Ruhr-Universität Bochum Biochemie studiert, verwandelte Holzabfälle in einen wichtigen Grundstoff für die Kunststoffproduktion. Für seine Arbeit erhielt er nun einen bedeutenden Wissenschaftspreis.
Eggerichs konzentrierte sich in seiner Forschung auf Zellulose, ein häufiges Nebenprodukt der Papierindustrie. Statt auf Erdöl zurückzugreifen, entdeckte er eine Methode, um dieses holzbasierte Material in einen Vorläuferstoff für Kunststoff umzuwandeln. Der Ansatz könnte die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in der Industrie verringern.
Im September 2025 würdigte die Gesellschaft Deutscher Chemiker seinen Durchbruch und zeichnete ihn mit dem Preis für die Biokonversion nachwachsender Rohstoffe aus. In seiner Dissertation beschreibt er, wie Zellulose – oft als Abfall entsorgt – Erdöl in der Kunststoffherstellung ersetzen kann.
Die Entdeckung bietet eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Methoden der Kunststoffproduktion. Durch die Nutzung von Holzabfällen könnte das Verfahren Kosten senken und die Umweltbelastung verringern. Eggerichs' Forschung gilt nun als praxistaugliche Lösung für eine umweltfreundlichere Industrie.






