Rüstungskonzerne boomen: Wie Deutschland und die USA ihre Militäretats explodieren lassen
Sebastian HuberRüstungskonzerne boomen: Wie Deutschland und die USA ihre Militäretats explodieren lassen
Die Militärausgaben steigen sowohl in den USA als auch in Deutschland stark an. Von den erhöhten Budgets profitieren vor allem große Rüstungskonzerne – allen voran Lockheed Martin und Rheinmetall, die ein kräftiges finanzielles Wachstum verzeichnen. Regierungen auf beiden Seiten des Atlantiks pumpen Milliarden in ihre Streitkräfte.
Deutschlands Militärhaushalt hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt. Für 2025 beläuft er sich auf 82 Milliarden Euro (88,5 Milliarden Dollar) – ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber 2023 und sogar 89 Prozent im Vergleich zu 2015. Das Budget für 2026 wird weiter auf 129 Milliarden Dollar steigen, was einem Sprung von 45 Prozent innerhalb nur eines Jahres entspricht. Bis 2030 plant Berlin jährliche Ausgaben von 180 Milliarden Dollar.
Rheinmetall, einer der größten deutschen Rüstungskonzerne, profitiert maßgeblich von diesem Boom. Im ersten Dreivierteljahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2024. Allein im dritten Quartal stiegen die Erlöse um 13 Prozent im Jahresvergleich, bei einer operativen Marge von 12,9 Prozent. Auch der Gewinn pro Aktie kletterte um fast 42 Prozent.
Auf der anderen Seite des Atlantiks liegen die US-Militärausgaben weiterhin deutlich höher. Der Haushalt für 2026 beträgt knapp eine Billion Dollar – der höchste der Welt. Präsident Trump hat vorgeschlagen, diese Summe bis 2027 auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen. Lockheed Martin, ein führender US-Rüstungskonzern, dürfte von der anhaltenden Ausgabenflut besonders profitieren.
Das rasante Wachstum der Verteidigungsbudgets verändert die Branche grundlegend. Rheinmetalls Finanzzahlen spiegeln die wachsenden Militärinvestitionen Deutschlands wider, während Lockheed Martin von den Rekordausgaben der USA profitieren wird. Beide Unternehmen werden in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen, da Regierungen der Verteidigung Priorität einräumen.






