19 June 2026, 04:02

Sabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsnetze im Visier von Angreifern und Cyberkriminellen

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsnetze im Visier von Angreifern und Cyberkriminellen

Deutschlands Verkehrsinfrastruktur unter zunehmenden Sabotageangriffen im Jahr 2025

Im Jahr 2025 sah sich die deutsche Verkehrsinfrastruktur einer wachsenden Welle von Sabotageakten ausgesetzt. Offizielle Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg gezielter Störungen: Allein in diesem Jahr wurden 93 Straftaten als vorsätzliche Sabotage eingestuft. Die Vorfälle reichten von physischen Manipulationen bis hin zu Cyberangriffen auf Schienennetze.

Am 12. Januar 2025 entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem Saboteure eine Metallklemme auf den Gleisen platziert hatten. Dadurch sprang die führende Achse der Lokomotive aus den Schienen. Nur kurz darauf sollte ein Konvoi der US-Streitkräfte dieselbe Strecke nutzen.

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Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 93 Sabotagefälle – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Die meisten Täter wurden der Kategorie „sonstige Zugehörigkeit“ zugeordnet (37 Fälle). Zudem wurden zwölf Straftaten unter einer neuen Rechtsgrundlage für „agenturähnliche Sabotagetätigkeit“ erfasst, die in früheren Jahren noch nicht existierte.

Auch Cyberangriffe verschärften die Lage. Im Juli 2025 führte die prorussische Gruppe NoName057(16) einen DDoS-Angriff auf das Hannoversche S-Bahn-Netz durch. Zudem nahm die Polizei 2025 drei Männer fest, die mutmaßlich Brandanschläge und Bombenattentate auf den deutschen Güterverkehr geplant hatten. Über die Grenzen Deutschlands hinaus sprengten im Herbst 2025 zwei Ukrainer im Auftrag Russlands eine Eisenbahnstrecke zwischen Warschau und Lublin.

Der Anstieg der Sabotagefälle deutet auf eine klare Eskalation der Bedrohungen für Verkehrsnetze hin. Die Behörden reagierten mit Festnahmen und neuen rechtlichen Einstufungen, um die wachsende Gefahr einzudämmen. Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Risiken für den inländischen und internationalen Schienenverkehr.

Quelle