Schüler kontrollieren Autofahrer für mehr Sicherheit vor ihrer Schule
Emil SchmittSchüler kontrollieren Autofahrer für mehr Sicherheit vor ihrer Schule
Schüler in Fellinghausen setzen sich aktiv für mehr Verkehrssicherheit vor ihrer Schule ein
Gemeinsam mit der örtlichen Polizei haben Viertklässler an einer besonderen Kontrollaktion teilgenommen, um die Verkehrssicherheit in ihrer Umgebung zu verbessern. Der Anstoß für die Initiative war ein deutlicher Anstieg von Kinderverletzungen durch Verkehrsunfälle in der Region.
Im Fokus der Aktion standen Rasen sowie die korrekte Nutzung von Kindersitzen. Bei den Kontrollen wurden fast 120 Autofahrer angehalten – 36 erhielten eine mündliche Ermahnung wegen kleinerer Verstöße. Weitere 81 regelkonforme Fahrer wurden von den Schülern mit Dankesbriefen belohnt.
Die Polizei konzentrierte sich dabei auf Zeiten, in denen Kinder auf dem Weg zur Schule oder zu außerschulischen Aktivitäten unterwegs waren. Geldstrafen gab es nur bei schweren Verstößen, die meisten Fahrer wurden stattdessen höflich an ihre Verantwortung erinnert. Auslöser für die Maßnahme war ein besorgniserregender Anstieg der Kinderunfälle im Straßenverkehr um 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Landrat Andreas Müller lobte das engagierte Mitwirken der Schüler. Auch Polizeidirektor Marcel Zirnsak unterstützte die Aktion und betonte, wie die Anwesenheit der Kinder Autofahrer an die Gefahren erinnere. Eine ähnliche Kontrolle in Wilnsdorf am 11. Juni führte dazu, dass fünf Fahrer ermahnt und 30 für ihr vorbildliches Verhalten belohnt wurden.
Das gemeinsame Projekt von Polizei und Schülern zielt darauf ab, rücksichtsloses Fahren in Schulnähe zu reduzieren. Da die meisten Autofahrer entweder eine Ermahnung oder einen Dank erhielten, hoffen die Behörden, dass die Aktion zu einem sichereren Verhalten beiträgt. Die Ergebnisse werden im Rahmen der laufenden Bemühungen zum Schutz junger Verkehrsteilnehmer ausgewertet.






