Siemens Mobility baut riesige Montagehalle für Regionalzüge in Duisburgs Logport I
Sebastian HuberSiemens Mobility baut riesige Montagehalle für Regionalzüge in Duisburgs Logport I
In Duisburgs Logport I entsteht eine riesige neue Montagehalle
Auf einem 200.000 Quadratmeter großen Gelände im Duisburger Logport I soll eine neue Großhalle entstehen, die als zentraler Produktionsstandort für Siemens Mobility dienen wird. Damit soll der Platzmangel im Werk Uerdingen behoben werden. Der Hafenbetreiber Duisport verspricht sich von dem Projekt eine Entlastung des Lkw-Verkehrs und eine effizientere Logistik.
Das Areal war einst Standort der Längshallen eines Stahlwerks, die noch bis ins Jahr 2000 hinein standen. Bis 2023 und 2024 wurden diese Gebäude abgerissen, um Platz für die Neuentwicklung zu schaffen. Bereits vor der Eröffnung des Logistikgebäudes 2021 hatten die Querhallen des Hafens für starken Lkw-Stau auf benachbarten Straßen wie der Duisburger Straße und der Emscherstraße gesorgt. Anwohner in Dellviertel und Neudorf litten unter nächtlichem Lärm von 65 bis 70 Dezibel sowie Staus.
Die neue Halle dient nicht nur der Lagerung – wie Matthias Wittemer von Siemens Mobility bestätigte, wird sie als vollwertiges Montagewerk für Regionalzüge genutzt. Im Inneren ermöglichen fünf Hallenkrane, zwei 223 Meter lange Gleise und zwei 200 Meter lange Wartungsgruben die Produktion. Eine direkte Schienenanbindung soll den Transport beschleunigen und umweltfreundlicher gestalten, indem der Lkw-Verkehr innerhalb von Logport I reduziert wird.
Für Duisport-Chef Markus Bangen markiert das Projekt einen Wandel vom schlechten Image der Logistikbranche. Es schaffe "echten Mehrwert" für die Region, so Bangen. Frühere Hafenprojekte wie die Skulptur "Tiger & Turtle" oder die Mercatorinsel hatten in der Öffentlichkeit gemischte Reaktionen hervorgerufen. Gleichzeitig harren die benachbarten Querhallen noch der Modernisierung – doch laufende Verpackungsarbeiten lassen keine Stilllegungen zu.
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link begrüßte die Pläne als wichtigen Schritt für die Stadt. Siemens Mobility, das in Uerdingen mit begrenztem Platz kämpft, nutzt die neue Halle, um die Zugproduktion auszubauen.
Die Anlage wird auf 200.000 Quadratmetern großflächige Zugmontage ermöglichen. Die Schienenanbindung soll die Logistik optimieren und Emissionen senken. Nach Inbetriebnahme wird erwartet, dass die Halle Lärm und Verkehr für die Anwohner verringert.