Solingen diskutiert Zukunft von fünf Kirchen – SPD vermittelt zwischen Gemeinden und Politik
Marie WolfSolingen diskutiert Zukunft von fünf Kirchen – SPD vermittelt zwischen Gemeinden und Politik
In Solingen hat eine neue SPD-Arbeitsgruppe Gespräche mit örtlichen Kirchgemeinden über die Zukunft von religiösen und gemeindlichen Gebäuden aufgenommen. Die Initiative entstand vor dem Hintergrund von Befürchtungen, dass bis 2035 fünf zentrale Kircheneinrichtungen geschlossen oder umgenutzt werden könnten. Sowohl evangelische als auch katholische Vertreter zeigen großes Interesse an dem Prozess. Die SPD-Fraktion in Solingen hat kürzlich eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um die Herausforderungen anzugehen, vor denen Kirchgemeinden stehen. Im Fokus stehen dabei Bauvorschriften für die Umnutzung von Gebäuden sowie die Auswirkungen auf soziale und kulturelle Aktivitäten. Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte die Bedeutung von Kirchen für Nachbarschaften, soziale Dienste und das lokale Kulturleben. Das erste Treffen stieß auf breite Beteiligung evangelischer und katholischer Vertreter. Sowohl der Evangelische Kirchenkreis-Synodalvorstand als auch der Katholische Rat lobten die SPD als Vermittlerin zwischen Kirchen und Politik. Das Thema gewann zusätzlich an Aufmerksamkeit, nachdem ein gut besuchter Informationsabend des Evangelischen Kirchenkreises stattgefunden hatte. Fünf Kircheneinrichtungen in Solingen werden im Rahmen des Gebäudekonzepts 2035 der Evangelischen Kirche überprüft. Dazu gehören die Evangelische Kirche Merscheid mit ihrem Gemeinschaftszentrum, die Evangelische Kirche Widdert, die Evangelische Kirche Ketzberg mit ihrem Gemeindehaus, das Gemeindezentrum Zwinglistraße sowie die Lutherkirche mit ihrem Gemeindehaus, wo die regelmäßigen Gottesdienste nach 2030 enden sollen. Die SPD hat sich verpflichtet, die Gemeinden bei diesen Entscheidungen weiterhin zu unterstützen. Sie erwartet, dass die Zukunft von Kirchen und Gemeindezentren ein zentrales Thema für das gesellschaftliche Leben in Solingen bleiben wird. Die Bemühungen der Arbeitsgruppe zielen darauf ab, praktische Überlegungen mit den Bedürfnissen der lokalen Gemeinschaften in Einklang zu bringen. Angesichts der möglichen Veränderungen bei fünf Kirchgebäuden signalisiert das Engagement der SPD einen strukturierten Ansatz für die Umnutzungsentscheidungen. Weitere Gespräche werden sowohl religiöse Würdenträger als auch Anwohner einbeziehen, um die Ergebnisse mitzugestalten.
SPD's Early Call for Church Future Plan
The SPD's push for church future planning began months earlier. Ernst Lauterjung, then-fraktionsvorsitzender, called for a citywide strategy after the Lutherkirche's deconsecration announcement. 'Churches are both social anchors and part of Solingen's identity,' he argued. The plan aimed to balance community needs with financial realities. 2035 remains the key deadline for decisions.





