Solingen streicht 17 Hektar Gewerbeflächen – FDP warnt vor wirtschaftlichen Folgen
Lara KellerSolingen streicht 17 Hektar Gewerbeflächen – FDP warnt vor wirtschaftlichen Folgen
Solingen steht vor wachsendem Gewerbeflächenmangel
Die Entscheidung, das Gelände Buschfeld aus dem Flächennutzungsplan der Stadt zu streichen, hat scharfe Kritik der Freien Demokratischen Partei (FDP) ausgelöst. Die Partei wirft der Stadt vor, damit die wirtschaftlichen Herausforderungen weiter zu verschärfen.
Stellvertretender Bürgermeister Tim-Oliver Budde plant, Buschfeld künftig als Grünfläche und Ackerland auszuweisen. Dadurch würden 17 Hektar potenzielle Gewerbeflächen aus der Planung fallen. Aktuell fehlen Solingen bereits 32 Hektar solche Flächen – durch die Änderung würde das Defizit auf 49 Hektar anwachsen.
Die FDP lehnt den Beschluss vehement ab. Parteimitglieder bezeichnen ihn als „schädlich für die Zukunft der Stadt“ und fordern Budde auf, die Entscheidung zurückzunehmen. Zudem verlangen sie eine Erklärung, warum er einseitig gehandelt habe. FDP-Vertreter kritisieren, die Stadt setze zu stark auf externe Fördergelder und vernachlässige eigene Einnahmequellen.
Der lokale Politiker Markus Weindl fragte, wie Solingen ohne ausreichend Gewerbeflächen neue Unternehmen anziehen oder Arbeitsplätze sichern solle. Er warnte, die Umwidmung von Buschfeld ohne Ersatzflächen werde die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt weiter verschlechtern. Die Gewerbesteuereinnahmen blieben eine entscheidende Einnahmequelle – besonders angesichts der hohen Schuldenlast Solingens.
Die Maßnahme entspricht einer Nachhaltigkeitsstrategie, die vorsieht, bis 2030 keine weiteren unversiegelten Flächen zu bebauen. Kritiker halten dem jedoch entgegen, dass dies dem dringenden Bedarf an Gewerbeflächen widerspreche.
Die Streichung von Buschfeld aus dem Flächennutzungsplan würde den Mangel an Gewerbeflächen in Solingen weiter verschärfen. Die FDP besteht darauf, die Entscheidung zu überdenken, um wirtschaftliche Schäden abzuwenden. Die Stadt stehe vor der Aufgabe, ökologische Ziele mit dem Bedarf an wirtschaftlichem Wachstum und Einnahmen in Einklang zu bringen.






