Solingen: Streit um Lorbeeren beim Glasfaserausbau entfacht Parteien-Duelle
Lara KellerSolingen: Streit um Lorbeeren beim Glasfaserausbau entfacht Parteien-Duelle
In Solingen ist ein Streit um die Verdienste bei der Glasfaserausbau-Offensive zwischen den lokalen Parteien entbrannt. Die SPD-Ko-Vorsitzenden Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn werfen der CDU vor, sich für ein Projekt die Lorbeeren anzueignen, das unter der Führung von SPD-Bürgermeister Tim Kurzbach realisiert wird. Die Auseinandersetzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt ihre Pläne zur Stärkung der digitalen Infrastruktur vorantreibt.
Bürgermeister Tim Kurzbach hat den Ausbau des Glasfasernetzes in Solingen entscheidend vorangebracht. Das Projekt soll die digitale Zukunft der Stadt sichern und Bürgern wie Unternehmen schnelleres Internet ermöglichen. Während die SPD die Initiative lobt, kritisiert sie zugleich, dass sich private Unternehmen zu wenig an der Umsetzung beteiligen.
Die örtliche SPD warf der CDU zudem vor, sich unberechtigt mit dem Projekt zu schmücken. Ackermann und Vischer-Kippenhahn betonten, dass nicht die CDU, sondern die Führung des Bürgermeisters für die Fortschritte verantwortlich sei. Ihre Äußerungen reihten sich ein in eine Serie politischer Manöver während der sommerlichen Flaute, in der weniger bekannte Akteure oft mit markigen oder ungewöhnlichen Vorschlägen Aufmerksamkeit suchen.
Unterdessen nutzte CDU-Chef Friedrich Merz die ruhigere Phase, um eine Kehrtwende in der lokalen Zusammenarbeit mit der AfD anzukündigen. Der Kurswechsel erfolgte, während Parteien in ganz Deutschland ihre Strategien im Hinblick auf kommende Herausforderungen anpassen.
Der Glasfaserausbau bleibt ein zentrales Vorhaben für Solingen, wobei die SPD seine Bedeutung für die ansässigen Unternehmen hervorhebt. Ohne zuverlässiges Hochgeschwindigkeitsinternet drohen Betriebe in der zunehmend digitalisierten Wirtschaft abgehängt zu werden. Die Debatte um die Verdienste unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen den politischen Lagern der Stadt.






