Solinger Kirchenkreis plant radikale Umstrukturierung bis 2035
Der Kirchenkreis Solingen der Evangelischen Kirche hat seine Zukunftspläne für Kirchengebäude und Gemeinschaftseinrichtungen vorgestellt. Bei der jüngsten Synode wurden zentrale Weichenstellungen für die langfristige Nutzung und Nachhaltigkeit beschlossen. Die Vorschläge zielen darauf ab, die Anzahl der Standorte zu verringern, gleichzeitig aber moderne, barrierefreie Räume für Gottesdienste und gemeindliche Aktivitäten zu gewährleisten.
Die Synode entschied, dass ab 2035 nur noch eine kleinere Auswahl an Gebäuden erhalten bleibt – etwa die Hälfte der bisherigen Gesamtzahl. Zu den langfristig gesicherten Standorten zählen die Stadtkirche Ohligs, die Walder Kirche, die Gräfrather Kirche und die Dorper Kirche. Auch die Gemeinschaftszentren in Ohligs und Höhscheid bleiben bestehen.
Über den Standort Rupelrath wurde noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Stattdessen soll bis zum Frühjahr 2027 ein gemeinsames Konzept für Rupelrath und Ohligs erarbeitet werden. Für die Stadtkirche Mitte ist bis dahin ebenfalls ein neues Nutzungskonzept geplant.
Alle erhaltenen Gebäude werden energetisch saniert, um Effizienz und Barrierefreiheit zu verbessern. Mindestens ein Standort soll spezielle Räumlichkeiten für die eigenständige Jugendarbeit erhalten. Künftige Sanierungen werden zwar zentral gesteuert, doch sollen die einzelnen Gemeinden mit einbezogen werden, um lokale Bedürfnisse zu berücksichtigen.
Ein weiteres zentrales Ziel der Synode ist die Klimaneutralität. Parallel zu diesen Veränderungen schreitet die geplante Fusion mit den Kirchenkreisen Niederberg und Düsseldorf-Mettmann voran. Eine gemeinsame Synode der dann vereinten Kirchenkreise ist für nächstes Jahr vorgesehen.
Die Beschlüsse markieren einen Wandel hin zu weniger, aber nachhaltigeren Kirchenstandorten in Solingen. Die Sanierungsarbeiten und Barrierefreiheits-Maßnahmen sollen in den kommenden Jahren beginnen; nähere Details zu den einzelnen Standorten werden noch bekannt gegeben. Die Fusion mit den Nachbar-Kirchenkreisen bleibt auf Kurs und soll in naher Zukunft abgeschlossen werden.






