17 June 2026, 18:15

Studie widerlegt Mythen: Deutsche Rente ist stabiler als gedacht

Ist die Rente in Krise? Keineswegs, wie diese Studie nahelegt

Studie widerlegt Mythen: Deutsche Rente ist stabiler als gedacht

Eine neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung stellt gängige Vorstellungen über das deutsche Rentensystem infrage. Sie zeigt, dass die Finanzierung der gesetzlichen Rente stabiler ist als allgemein angenommen. Zudem belegen die Ergebnisse, dass die Beiträge der Versicherten über die Jahre hinweg kontinuierlich Rendite abwerfen.

1997 machten die Ausgaben für Renten noch 10 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Bis 2024 sank dieser Anteil auf 9,3 % – und das, obwohl die Zahl der Rentner stieg. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung liegt derzeit bei 18,6 % und damit niedriger als in den späten 1990er- und späten 2000er-Jahren.

Auch die Bundeszuschüsse zur Rente haben sich im Laufe der Zeit verändert. 2003 deckten sie 34 % der Gesamteinnahmen ab, 2024 waren es nur noch 29 %. Gemessen am gesamten Haushalt des Bundes liegt der Anteil der Renten-Zuschüsse 2024 leicht unter dem Niveau der Jahrtausendwende.

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Die Studie belegt zudem, dass die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) positive Erträge erwirtschaftet: Männer erhalten im Schnitt eine nominale jährliche Rendite von 3,1 % bis 3,3 %, Frauen schneiden mit etwa 3,6 % bis 3,8 % sogar etwas besser ab. Von diesen Erträgen profitieren sowohl jüngere als auch ältere Beitragszahler.

Laut Bericht steht das deutsche Rentensystem auf soliderer finanzieller Grundlage, als die öffentliche Debatte oft vermuten lässt. Der Rückgang der Rentenausgaben im Verhältnis zum BIP sowie die stabilen Renditen für die Versicherten deuten auf langfristige Stabilität hin. Auch der aktuelle Beitragssatz und das Niveau der Bundeszuschüsse spiegeln einen ausgewogeneren Finanzansatz wider.

Quelle